Cracow Translation Days 2013

800px-Krakow_rynek_01The Cracow Translation Days will be held from 6–8 September 2013.

The Cracow Translation Days are an international conference for professional translators that offers more than just plain vanilla. With a focus on professional education, networking and intercultural exchange, this is not just another conference in an impersonal convention centre, where the goal seems to be to attend as many talks as possible in as little time as possible. The Cracow Translation Days give priority to quality, not to quantity.

The organisers have chosen a special location for a special conference, the Benedictine abbey of Tyniec, 13 km southwest of Cracow, and put together an extensive social programme in and around Cracow.

Registration for this non-profit conference is now open. Abstracts for talks, workshops or roundtables are being accepted until 31 May 2013.

For more information, please visit the conference website.

(GxP Language Services is not affiliated with the organizers nor is organizing or helping to organize this event. We will just be attending it.)

Medizinische und Pharma-Übersetzungen – wo es um Leben und Millionen geht

Laptop and Stethoscope“Pharmaunternehmen benötigen immer mehr Übersetzungen und diese meistens sehr schnell, da sonst der von den Zulassungsbehörden vorgeschriebene zeitliche Ablauf der Zulassung neuer Arzneimittel nicht eingehalten werden kann.

In diesem Webinar der Reihe „Von Anwendern für Anwender“ zeigt Siegfried Armbruster, der Inhaber von GxP Language Services und Initiator der Weiterbildungsplattform Alexandria Library für Übersetzer, wie SDL Trados Studio 2011 und die OpenExchange-Tools eingesetzt werden können, um trotz Zeitdruck und hohen fachlichen Anforderungen keinen Stress aufkommen zu lassen. “

Referent
Siegfried Armbruster wechselte nach einigen Jahre als Mediziner in den Niederlanden, der Schweiz, Deutschland und Schottland über die medizinische Informatik in die Übersetzungsbranche.  Nach 15 Jahren als Freelancer und als Projektmanager (2009/2010) für einen amerikanischen LSP gründete er 2011 seine eigene Agentur, GxP Language Services, die sich auf Pharma-, Medizintechnik- und medizinische Übersetzungen konzentriert.
Neben der Qualitätssicherung der erstellten Übersetzungen gilt sein Hauptaugenmerk seit Jahren der Optimierung der Arbeitsabläufe für Freelancer und innerhalb seiner eigenen Agentur.

Infos und Anmeldung unter www.sdl.com/de/events/lt/webinars/2013-02-18-pharmauebersetzungen.html (Anmeldung is kostenlos)

Medizinische/pharmazeutische Übersetzungen: Trends 2012-2013

Weather Vane with Dollar SignIm Januar 2012 hatte ich für das Jahr 2011/2012 folgende Aussagen gemacht:

  • Zunehmendes Auftragsvolumen
  • Steigendes Preisniveau für qualifizierte Übersetzungen
  • Soziale Netzwerke gewinnen an Bedeutung
  • Technisierung hilft, aber Definition von Austauschformaten und Workflows muss weiter vorangetrieben werden
  • Die maschinelle Übersetzung hat ihre Versprechungen bisher nicht erfüllt
  • Übersetzerverbände sind gefordert, das Aus- und Weiterbildungsangebot auszubauen
  • Die Interessenvertretung der Übersetzungsbranche muss gestärkt werden

Den kompletten Artikel finden Sie hier.

Nachdem das Jahr 2012 jetzt vorüber ist und die Welt nicht untergegangen ist, macht es Sinn, sich anzuschauen, ob sich bezüglich dieser Aussagen etwas geändert hat, bzw. ob sich neue interessante Trends entwickelt haben.

Auftragsvolumen/Preisniveau – wir könnten zeitnah verlässlichere Daten brauchen

Die ersten zwei Aussagen für den medizinisch/pharmazeutischen Sektor sind meiner Meinung nach immer noch gültig, allerdings basieren sie nur auf Daten einer sehr kleinen Gruppe von LSPs, mit denen ich diesbezüglich im engeren Austausch bin. Allerdings nehme ich in verschiedenen Blogs und Foren zunehmend Stimmen war, die möglicherweise darauf schließen lassen, dass der Markt wesentlich dynamischer sein könnte, wie ich es von meiner Warte aus beurteilen kann. Ich würde mir mehr Informationen über Auftragsvolumina und Preise wünschen. Diese Informationen könnten uns helfen, saisonale und absolute Trends zu identifizieren. Anhand dieser Daten könnte man reagieren und die Daten könnten vielleicht auch dieses, teilweise hysterische Ausmaße annehmende, Hintergrundrauschen über sinkende Preise, das meiner Meinung nach der Industrie schadet, beruhigen.

Soziale Netzwerke/Internetkultur

Die sozialen und professionellen Netzwerk-Tools (Twitter, Facebook, LinkedIn, Xing und Google+) werden immer wichtiger und die bisherigen Übersetzerplattformen (Proz.com, Translatorscafe etc.) verlieren zunehmend an Bedeutung. Dies zeigt sich unter anderem an der steigenden Zahl von Übersetzergruppen z. B. in Facebook, LinkedIn, Xing, über die zunehmend Übersetzungsaufträge vergeben werden, aber auch im Angebot an Weiterbildungsmaßnahmen, die über diese Gruppen angeboten werden. Die Fachverbände wie z. B. der BDÜ sind zwar erst spät in die sozialen Netzwerke eingestiegen, haben aber inzwischen ihre Bedeutung erkannt und präsentieren sich professionell auf diesen Plattformen.

Leider hat diese Entwicklung nicht nur positive Aspekte. Als Freelancer kann man unmöglich alle Gruppen verfolgen, in denen interessante Aufträge angeboten werden, und auch als LSP wird es schwieriger, auf den verschiedenen Plattformen den Spezialisten für einen bestimmten Auftrag zu finden.

Es wird daher nötig werden, Aggregatoren zu entwickeln, die die unterschiedlichen Angebote gebündelt zur Verfügung stellen. Auf Twitter haben wir mit unserem @Translate_Jobs Konto einen ersten Schritt getan, um Jobangebote aus verschiedenen Quellen zusammenzuführen. Ähnliche Angebote bieten wir für Nachrichten aus der Übersetzungsindustrie mit @Translate_News, Interessante Blogs und Ereignisse aus der Übersetzungsindustrie auf @Translate_Blogs und @TranslateEvents.

Diese Lösungen sind leider durch die Möglichkeiten, die Twitter bietet, eingeschränkt, was einer der Gründe ist, weshalb wir für den Bereich Fortbildungsmöglichkeiten unsere Alexandria-Plattform (http://alexandria-library.com) ins Leben gerufen haben.

Technisierung/Interoperabilität/Crowd and Cloud Services

Im Bereich Interoperabilität tut sich Erfreuliches; die beiden Platzhirsche Trados und MemoQ bekommen immer mehr Funktionen, die die Interoperabilität zwischen den einzelnen Programmen verbessern. Da scheint es nur natürlich, dass in der Industrie in den letzten Wochen massiv Kritik an dem abgeschotteten Design von across geäußert wurde. Ich bin da etwas vorsichtiger, da ich durchaus die Notwendigkeit für geschlossene Workflows erkenne und mir eine entsprechende optionale Funktionalität auch bei den anderen Anbietern wünschen würde. Gleichzeitig würde ich mir natürlich auch wünschen, dass sich across öffnet.

Was ich allerdings nicht verstehen kann, ist, wie man als Übersetzer mit den wie Pilze aus dem Boden schießenden Cloud-Services arbeiten kann. Das ist eine TM-Lösung, die dem Übersetzer bisher fast nur Nachteile bringt. Kein eigenes TM, keine Nachverfolgbarkeit der eigenen Arbeit usw. usw.

Maschinelle Übersetzung

Ich hätte gerne ein funktionierendes System. Leider habe ich noch keines gefunden. Mehr ist dazu eigentlich nicht zu sagen. Aber ich bleibe dran. Interessant finde ich zwei Aspekte:

a) Es wird uns Übersetzern immer häufiger erzählt, dass es einen riesigen, ständig wachsenden Markt für schlechte (d. h. Maschinenübersetzungen) gibt. Das ist ja schön für diejenigen, die den Schrott lesen möchten. Beispiele dafür findet man im Internet zur Genüge. Das einzige Problem, das ich dabei sehe, ist, dass die Leser irgendwann tatsächlich anfangen zu glauben, dass das Übersetzungen sind.

b) Ebenso häufig höre ich, dass gut trainierte MT-Systeme inzwischen in begrenzten Domains und bestimmten Sprachpaaren Ergebnisse produzieren, die besser als die von menschlichen Übersetzern sein sollen. Hier ist der spannende Punkt, dass bisher niemand in der Lage war, mir ein derartiges System oder das nachweisbare Ergebnis eines solchen Systems zu zeigen. Im letzten Jahr habe ich mir von einigen MT-Herstellern erklären lassen, wie gut ihre Systeme sind, aber wenn es ans Eingemachte ging, gab es außer irgendwelchen beeindruckenden hohen Scores ohne Aussagewert nichts wirklich Bemerkenswertes.

Nachdem ich Trados Studio mit TMs mit mehreren Millionen Worten und Autosuggest-Dictionaries von bis zu 1 GB Größe aufgerüstet habe, erreiche ich eine Produktivität, bei der ich mich frage, ob ich MT für unsere Sprachpaare und Fachgebiete überhaupt brauche.

Aus- und Weiterbildungsangebot

Es tut sich was. Der BDÜ, der DVÜD und auch andere Anbieter haben das Angebot an online Fortbildungsangeboten deutlich ausgebaut. Da mag es überflüssig erscheinen, dass wir mit einem eigenen Angebot (http://alexandria-library.com) auf den Markt kommen. Mit dem Alexandria Projekt verfolgen wir allerdings mehrere Ziele. Wir möchten damit z. B. eine zentrale Plattform (durch Kollaborationen mit möglichst vielen anderen Anbietern, z. B. Localize.pl aus Polen und Diléal aus Frankreich) schaffen, auf der wir Weiterbildungsangebote und Ressourcen für Berufsanfänger und Spezialisten in den unterschiedlichen Sprachen anbieten. Zusätzlich möchten wir Spezialisten eine Plattform bieten, die es ihnen ermöglicht, sich zu präsentieren, um ihre Reputation in der Industrie und bei zukünftigen Kunden zu verbessern. Und drittens möchten wir so schnell wie möglich damit beginnen, mit dieser Plattform potentielle Kunden auf die Notwendigkeit qualitativ hochwertiger Übersetzungen aufmerksam zu machen, und sie zu schulen, wie sie geeignete Sprachdienstleister identifizieren können, bzw. was sie dazu beitragen können, um optimale Ergebnisse zu erhalten. Noch befinden wir uns in einer frühen Phase, aber wir werden das Angebot schnell erweitern. Über Rückmeldungen und Anregungen würden wir uns freuen, denn schließlich soll Alexandria möglichst vielen Übersetzern und Kunden ein interessantes Angebot bieten.

Interessenvertretung der Übersetzungsbranche

Bisher stelle ich mit Bedauern fest, dass die Übersetzungsverbände viel zu wenig (öffentlichkeitswirksam) unternehmen, um die Industrie nach außen zu repräsentieren. Übersetzer und Übersetzerverbände scheinen mir bisher zu sehr mit sich selbst (d. h. mit Übersetzern) beschäftigt zu sein und gehen viel zu wenig auf mögliche Kunden zu, bei denen der Mangel an Informationen über Übersetzungsqualität, Abläufe und Preise dazu führt, dass sich die Pest der Billigheimer weiter ausbreitet. Es wäre schön zu sehen, wenn sich einige nationale Verbände zu mehr Zusammenarbeit entschließen könnten, und im Bereich Kundenschulung und Repräsentanz nach außen aktiv werden würden. Auch ein gemeinsames europäisches Jobportal der Übersetzungsverbände könnte helfen. Hier hätten Kunden, die nach Sprachdienstleistern suchen, zumindest die Gewissheit, dass die Übersetzer bestimmte Mindestkriterien an Professionalität erfüllen. Den Internetplattformen wie Proz und TC, bei denen sich die ganzen Billiganbieter tummeln, die oft nur schlechte Qualität liefern, würde dadurch das Wasser abgegraben werden, da Kunden auf der Suche nach Qualität endlich ein qualitativ höherwertiges Angebot zur Verfügung hätten.

Schlussfolgerungen

Ich bin mir nicht schlüssig, ob sich 2012 in der Industrie wirklich viel geändert hat, aber ich sehe einen vorsichtigen Trend, dass die Übersetzer langsam mehr Verantwortung für ihr eigenes Schicksal/ihren Erfolg übernehmen und sich aus den Fängen der großen Organisationen/Unternehmen emanzipieren. Diese positive Entwicklung kann 2013 dazu führen, dass sich eine breitere Bewegung organisiert, die uns als Industrie weiter bringt. Es würde mich freuen, wenn wir mit Alexandria und der Trikonf 2013 unseren Beitrag dazu leisten könnten.

New CSA report on critical issues affecting freelancers

New Research Report Sheds Light on the Critical Issues Affecting Freelancers in the Translation Industry

(Boston) – December 20, 2012 – Freelancers are at the very end of the translation supply chain, but their views play a significant role in the market, according to “Voices from the Freelance Translator Community,” a new report from independent market research firm Common Sense Advisory. The report, which was based on a survey of 3,165 freelance translators throughout the world, sheds new light on the role of freelancers in an industry that the firm estimates at being more than US$33 billion in 2012 and growing at an annual rate of more than 12 percent.

“Translation agencies that do not safeguard their reputations with freelancers can end up being blacklisted by the freelance translation community, which limits their ability to recruit the best professionals and deliver the best possible quality,” explains Nataly Kelly, lead author of the study.

The report also names translation agencies that were listed by freelancers as having reputations as poor payers, as well as those that had reputations either as high-quality or low-quality providers.  Companies mentioned in the report include ASET International Services LLC, CETRA Language Solutions, CLS Communications, Corporate Translations, Crimson Language Services (a division of TransPerfect / Translations.com), euroscript International S.A., Geotext Translations, Lingo24, Lionbridge Technologies, Moravia Worldwide, thebigword Group, RR Donnelley, SDL, and Translated.

Voices from the Freelance Translator Community” details freelancers’ concerns and reviews critical issues affecting their work, including:

  • On average, freelancers receive approximately two-thirds of their income from translation agencies, and about a third from direct clients.
  • More than one third (34.7%) had been victims of a translation agency failing to pay them for work completed.
  • A large number of freelancers (40.3%) had turned down jobs from a translation agency because other translators had warned them about the agency’s reputation.
  • The vast majority of freelancers (81.0%) had turned down work because the agency’s rates were too low.

“Many translation companies go to great lengths to protect and promote their brand to their customers and prospects, but very few consider how important it is to develop good relationships with the hundreds of thousands of freelance translators actually performing the translation work,” Kelly points out. “Translation agencies that wish to seek an advantage in the marketplace should pay more attention to what freelance translators are saying.”

For more information about the firm’s research services, visit www.commonsenseadvisory.com.

About Common Sense Advisory
Common Sense Advisory is an independent market research company helping companies profitably grow their international businesses and gain access to new markets and new customers. Its focus is on assisting its clients to operationalize, benchmark, optimize, and innovate industry best practices in translation, localization, interpreting, globalization, and internationalization. For more information, visit www.commonsenseadvisory.com or www.twitter.com/CSA_Research

Source: Common Sense Advisory

How “hot” is the translation market?

Quite hot it seems, according to a video by Nataly Kelly, listing some 2012 facts and figures about our industry – the market may be worth more than US$33 billion and growing but the average price per word may be falling in most language pairs.
Interesting point: “Productivity is stagnating (about 2500 words per day is still the norm, even with CAT tools)” while “Machine translation use is growing (20.64 % of freelance translators have used it).”

Anyway, here’s the video.

Translators Without Borders Newsletter II

  Click on the image below to read the original newsletter in your browser

How (not) to contact a translation company

This article has been at the back of my mind for ages and at the bottom of the articles priority list, but after receiving the same email from the same translator eight times since 9:00 this morning (it’s 1 p.m. now, just to give you an idea) and though I know it will not stop those translators who have been spamming us for months (yes, spamming), I feel it needs to be written – some may find it basic and I apologize in advance to them, but it seems it’s not that basic for many.

So here we go. Of course it is perfectly normal for translators to send their CVs to agencies, to get known, to say “Hey guys, I exist” in an industry where gaining visibility is anything but easy. We receive about two to three spontaneous applications per day, and sometimes a true gem may be found among them, someone who becomes one of “our” translators. By no means do we want to stop receiving applications, quite the contrary. So, just to be clear, I am not questioning the “why” of applications here; we are on your side. But what matters is the “how” – and here, take our word for it, is where many translators get it wrong.

When agencies don’t answer, most translators think it is because we are drowning in applications every day. I’m talking here about spontaneous applications. For most of the smaller, specialized agencies, like us, three unsolicited applications on average per day is not exactly ‘drowning’ and we at GxP do actually take the time to read every single one of them. However, when the application is clearly sent via a mass-mailing system and the contents do not match our needs at all, why should we reply? It feels like being spammed with something we don’t need.

So here’s tip 1: don’t send out mass-mailings to agencies. You’re just spamming them when doing so – at least that’s how it may feel for them.

Logically, the second tip is to personalize the email as much as you can. I always reply to applications starting with “Dear [title plus last name or first name]“, even if the translator applying does not match our needs at all. After all, it’s only normal to reply to someone who took the time to research the company, who we are, our names, etc. Starting an email with things like ” Dear Sirs”, “Dear Mrs or Miss” etc. is, um, off-putting. If you can’t find the name of the person who is going to receive your email, then be creative, something like “Dear [Agency name] Team” for example – something nice, warm and attention-getting. Personally, I’m much more likely to read until the end of an email starting with “Dear GxP Team” rather than one starting with “Dear Sir or Madam”.

So, tip 2: personalize the email as much as you can, which means doing a minimum of research about the agency.

Which brings me to the third point: also research what the agency does. If an agency clearly states on their website, ProZ profile, etc., that they are doing only medical translations and you are specialized in architecture and household appliances, applying is probably a waste of your time – and theirs. Even worse, it shows you did not research the agency at all and if they ever coincidentally get a job from an end-client that fits your areas (you never know, a medical devices company might need a different text translated), they might not contact you because you will be remembered as a “spammer”. So, take the extra few minutes to research what exactly the agency does.

Of course a medical translation agency does not only need medical translators. Sometimes, their own clients need a contract translated, user manuals, etc. Use your best judgment; if there’s a link, even small, between your area of expertise and theirs, it may be worth a shot to apply. If you do, be sure to phrase it this way, for example: “I see you work in the medical field – I myself am a legal translator, but if your clients ever need agreements/contracts translated, feel free to contact me…” etc.

Tip 3: research the working fields and areas the agency works in and trust your common sense : if your fields have nothing to do with theirs, applying may be a waste of time. Ask yourself whether your expertise may still be useful to them (e.g., medical instruments manufacturing companies still need contracts, user manuals, marketing brochures, annual financial reports, etc. to be translated). If this is the case, say so in the application email to show you have done your homework, that you are aware your fields are not entirely compatible but that they might need you sooner or later.

Next is the content of the actual email. Don’t recite your CV; remember, you’re enclosing it. Keep the email short and to the point, you want to make the PM curious enough about you to want to open your CV attachment. So, if you’re applying to a legal translation company and you’re a former lawyer, then that info is the only thing you need to put in the email. Ditto if you weren’t a lawyer in a former life, but already have some large or highly specialized projects behind you – put the most mouth-watering ones in the body of the email. In short, what makes you different from another translator?  The same goes for your language pairs – where you learned English is irrelevant (“I spent 2 years as an au pair in London when I was 18″), but your working pairs should be right there – personally, it’s very annoying having to search everywhere in the email and the CV to find a translator’s language pairs. They are the first elements that differentiate you from other translators, so highlight them.

So, tip 4: Keep the email short and simple, but to the point. The basic, yet important facts about you as a translator should be right there: language pairs, specialties and experience in these fields. No need for a long list of past projects in the email; this is what your CV is for. Just include the most “mouthwatering” experience you have. Remember, what you want is to capture the attention of the PM reading your email, so that they want to learn more about you and open your CV. The first few seconds after they open your email are the most important: this is when they decide if they want to know more.

Last but not least: don’t spam. If an agency doesn’t reply, it’s pointless to send the same copy-paste email over and over and over again (even more so if they have actually replied at one point). Pointless and extremely annoying. And copy-pasting the entire email you sent and putting it in a LinkedIn invitation is even more annoying. If you want to connect on LinkedIn or other sites with the PM you already contacted, don’t copy-paste the email you already sent to that person. Keep the invitation text simple, it’s an opportunity for you to remind them that you exist: “Hi, I contacted you a while ago about my translation services. I’d like to connect with you here as well and look forward to having you in my professional network”. You’re trying to get the person to be interested in your services, so don’t do it online using an approach you wouldn’t use if you had met that person in the flesh at a translation conference.

Tip 5: Keep a clean and up-to-date list of your prospects in which you enter whom you have contacted and when, whether they replied, and what the reply was. Send a follow-up email every six months for example, in the event you don’t receive a reply, but make sure it’s a different email (“I was wondering if you had received my email from last January in which I offered my translation services”). Don’t resend the exact same text you have already sent – and the same goes for social network invitations.


On the topic of translators’ CVs, I can only recommend these two very useful resources from my friend Marta Stelmaszak from Wantwords (she’s the expert for translators’ CVs!):
CVs and Cover Letters that Work (Webinar replay)
Download her e-book: How to write a translator’s CV

Medizinische Übersetzer – keine Ausnahmen von der Regel

Armbruster, Siegfried (2011). Medizinische Übersetzer – keine Ausnahmen von der Regel  Veröffentlicht in: BW polyglott, November 2011, Ausgabe 2, S. 20

Die Sicht einer kleinen, hochspezialisierten Übersetzungsagentur

Pharma- und Medizintechnikunternehmen sind in besonderem Maße regulatorischen Vorga­ben unterworfen. Projekt-Verzögerungen oder Übersetzungsfehler können schwerwiegende und kostspielige Konsequenzen haben. Deshalb sind Unternehmen aus den GxP-Branchen, die die Richtlinien für „gute Arbeitspraxis” befolgen (müssen), – Großunternehmen ebenso wie zerti­fizierte Übersetzungsagenturen – auf der Suche nach der „eierlegenden Wollmilchsau” der Über­setzungsbranche – dem medizinischen Fachüber­setzer.

Idealerweise sollten medizinische Übersetzer linguistische Kompetenz, medizinisches, phar­makologisches und technisches Fachwissen, Kenntnisse der relevanten regulatorischen Ver­ordnungen, Vorschriften und Standards sowie Kenntnisse der gängigen CAT-Tools (CAT = Com­puter assisted translation) etc. besitzen, und nach ISO 9001 und EN 15038 zertifiziert sein.

Linguistische Kompetenz

Über die erforderlichen linguistischen Kompeten­zen eines Übersetzers lässt sich diskutieren, aber nach EN 15038 muss mindestens eine der folgen­den Voraussetzungen erfüllt sein:

  • Formale höhere Übersetzungsausbildung
  • Vergleichbare Ausbildung in einem anderen Fachbereich mit mindestens zwei Jahren doku­mentierter Übersetzungserfahrung
  • Mindestens fünf Jahre dokumentierte professi­onelle Übersetzungserfahrung

In EN 15038 sind auch andere Kompetenzen fest­gelegt, wie sprachliche und textliche Kompetenz in der Ausgangs- und Zielsprache, die kontinuier­liche berufliche Weiterbildung oder die Kompe­tenzen auf dem Gebiet der Recherche.

Fachkompetenz

Wie bei den medizinischen Berufen gibt es auch bei medizinischen Übersetzern unterschiedliche Spezialisierungen. Wer sich auf die Übersetzung von Beipackzetteln und Fachinformationen kon­zentriert, ist nicht unbedingt dafür geeignet, eine Benutzeroberfläche für ein Bildarchivierungs­und Kommunikationssystem zu lokalisieren, und Spezialisten für klinische Fragebögen kennen sich nicht notwendigerweise mit chirurgischen Instrumenten aus. Ich behaupte nicht, dass man ohne medizinische Ausbildung keine guten me­dizinischen Übersetzungen erstellen kann. Wer aber auf Terminologie-Seiten im Internet im Kon­text eines orthopädischen Textes über Wirbel­säulenchirurgie zum Beispiel den englischen Be­griff „cervical” dem Gebärmutterhals zuordnet oder in einer Übersetzung schreibt „Bei Diabe­tikern besteht das primäre Behandlungsziel da­rin, möglichst niedrige Blutzuckerwerte zu er­zielen”, zeigt, dass ihm jegliches Verständnis für den Inhalt des Ausgangstextes fehlt. Dies könnte im zweiten genannten Beispiel erhebliche Kon­sequenzen nach sich ziehen, sprich Unterzucke­rung mit nachfolgendem Zuckerschock bis hin zum Tode. Eine regelmäßige Weiterbildung und fundierte Recherchekenntnisse sind deshalb un­abdingbar, um sich das entsprechende Fachwis­sen anzueignen bzw. zu erhalten.

Als hochspezialisierte Übersetzungsagentur für Medizin sind wir immer bestrebt, „den” Spe­zialisten zu finden, und Übersetzer, die in ihrem Profil angeben, dass sie in Recht, Finanzen, Mar­keting, Tourismus und Medizin spezialisiert sind, kommen gar nicht erst in die engere Auswahl.

Regulatorische Kenntnisse

Im regulatorischen Bereich haben Übersetzer wie Übersetzungsagenturen noch Nachholbedarf. Viele Normen und Richtlinien schreiben den ge­nauen Wortlaut für Übersetzungen vor, und Dis­kussionen, ob eine andere Übersetzung besser klingt als der vorgeschriebene Wortlaut, sind un­nötig. Der Kunde muss das übersetzte Dokument womöglich bei einer Zulassungsbehörde einrei­chen und jede Abweichung vom vorgeschriebe­nen Wortlaut kann zur Ablehnung führen und er­hebliche Kosten verursachen.

Regulatorische Vorgaben können sich ändern. So wurden zum Beispiel kürzlich die Standard­texte für Medikamentenbeipackzettel geändert. Übersetzer, die sich nicht regelmäßig auf der Website der Europäischen Arzneimittelbehörde (www.ema.europa.eu) über Änderungen infor­mieren, laufen Gefahr, „falsche” Übersetzungen zu liefern. Dies ist nur ein Beispiel für regulato­rische Vorgaben. Die US-Norm ASTM 2503-05 schreibt unter anderem vor, dass Produkte, die nur unter bestimmten Bedingungen in MRT-Um-gebungen (MRT = Magnetresonanztomographie) betrieben werden können, mit „MR conditional” zu kennzeichnen sind. Wer das nicht weiß (oder recherchiert), wird kaum die Übersetzung „Be­dingt MR-sicher” verwenden, die im Entwurf der DIN 6877-1:2007-12 (Magnetresonanzeinrichtun­gen für die Anwendung am Menschen) vorge­schrieben ist.

CAT-Tools

Übersetzungskosten zu senken, wird oft als der wichtigste Grund für die Verwendung von CAT-Tools genannt. Gerade in den regulierten Bran­chen ist die Konsistenz der Übersetzungen jedoch viel wichtiger. In einem Projekt für ein Pharma­unternehmen fanden wir zum Beispiel bei einem Medikament, das in sechs verschiedenen Konzen­trationen zugelassen ist, bis zu vier verschiedene Übersetzungen für die gleichen Ausgangssätze. Für die Umstellung der Dokumentation von ei­nem dokumentenbasierten System auf ein Con­tent-Management-System müssen diese Über­setzungen konsolidiert werden. Dies verursacht nicht nur einen erheblichen Aufwand bei der Da­tenkonvertierung; die Dokumente der Medika­mente, die von den Änderungen betroffen sind, müssen in ihrer geänderten Form auch von den Zulassungsbehörden genehmigt werden. Mit kun­denspezifischen Translation-Memory-Systemen können CAT-Tools dieses Problem minimieren und dadurch Kosten einsparen, die die Kosten für die Übersetzung um ein Vielfaches übertreffen.

Rollen und Aufgaben

Um als medizinischer Übersetzer oder Überset­zungsagentur mit Schwerpunkt Medizin im aktu­ellen Umfeld erfolgreich zu sein, müssen wir uns vom klassischen Rollenverständnis des Überset­zers verabschieden.

Betrachten wir einmal die Übersetzung ei­nes medizinischen Fragebogens für eine klini­sche Studie (in der Ausgangssprache 482 Wor­te). Klar, werden viele denken, die Übersetzung kann ich in ein paar Stunden machen. Aber die­se Übersetzung ist nur ein Baustein im ganzen Ablauf der Lokalisierung des Fragebogens. Schon vor Projektbeginn wird in unserer Agentur je­der Satz und jeder Begriff in einer „Begriffsana­lyse” erläutert (2123 Worte). Anschließend wird der Fragebogen von zwei spezialisierten Über­setzern übersetzt. Ein Projektkoordinator beur­teilt die beiden Vorwärtsübersetzungen (Bewer­tung der Übersetzung) und erstellt daraus eine konsolidierte Übersetzung. In der Vorwärtsüber-setzungsanalyse (2586 Worte) begründet er für jedes Segment, warum er die eine oder andere Übersetzung bevorzugt oder eine dritte Überset­zung vorschlägt. Diese Version wird durch einen Rückübersetzer zurück in die Ausgangssprache übersetzt. Die Rückübersetzung wird dann vom Auftraggeber mit dem Ausgangstext verglichen und in Form einer Rückwärtsübersetzungsanaly-se (3235 Worte) mit dem Projektkoordinator dis­kutiert, um eventuelle Kontroversen aufzulösen. Die resultierende Übersetzung wird durch einen Mediziner kommentiert und mit dem Projektko­ordinator diskutiert (ärztlicher Prüfbericht, 7059 Worte). Diese Übersetzung wird in Interviews mit fünf Patienten validiert und die Ergebnisse im Pi­lotversuchsbericht (5298 Worte) dokumentiert und diskutiert. Nach Klärung aller Fragen wird sie vom Korrekturleser kontrolliert und die Änderun­gen werden im Änderungsprotokoll (826 Worte) begründet.

Um die endgültige übersetzte Version des Fra­gebogens (556 Worte) zu erstellen, wurden ohne die E-Mail-Kommunikation und einige kleinere Dokumente mitzuzählen, Dokumente mit einem Umfang von 21 127 Worten verfasst. An dem Pro­jekt, das zwei Monate in Anspruch nahm, waren ein Projektvorbereiter (ein Medical Writer), drei Übersetzer, ein Projektkoordinator (ein Überset­zer), ein Mediziner, ein Korrekturleser (ein Über­setzer) und ein Projektmanager des Auftragge­bers beteiligt.

Maschinelle Übersetzungen werden in diesem Arbeitsablauf noch lange keine entscheidende Rolle spielen. Den großen, nicht spezialisierten Übersetzungsbüros, die „perfect” auftreten oder die die Übersetzer mit Löwenanstrengungen in die Cloud zerren möchten, droht das gleiche Schick­sal wie den Vollsortimentern im Einzelhandel, ihre Zeit ist abgelaufen. Die Arbeitsabläufe in der viel gescholtenen und durch das Internet ermöglich­ten Globalisierung verschieben das Gleichgewicht in Richtung kleiner, hochspezialisierter Teams oder kleiner, hochspezialisierter Übersetzungs­agenturen, die den Kunden qualitativ hochwerti­ge Ergebnisse liefern. Daher ist es empfehlens­wert, sich kontinuierlich weiterzubilden, denn teamfähige Übersetzer mit entsprechenden Qua­lifikationen werden zunehmend gesucht.

Armbruster, Siegfried (2011). Medizinische Übersetzer – keine Ausnahmen von der Regel  In: BW polyglott, November 2011, Ausgabe 2, S. 20

Social Media – Profi-Marketingwerkzeug oder Dschungel-Camp?

Social Media – Profi-Marketingwerkzeug oder Dschungel-Camp?

Diamantidis, Anne (2012). Social Media – Profi-Marketingwerkzeug oder Dschungelcamp? In: BW polyglott, März 2012, Ausgabe 3, S. 32f

Selbständige Übersetzer sind Unternehmer -ohne Wenn und Aber. Um erfolgreich zu sein, müssen sie sich neben dem Übersetzen auch um ihre eigene Vermarktung kümmern. Dabei müs­sen sie nicht nur Kunden finden und halten, son­dern sich auch im Dschungel der Übersetzungs­industrie als eigene Marke etablieren. Welches Werkzeug sollte dafür im 21. Jahrhundert besser geeignet sein als das Internet?

Neben anderen In­ternet-Werkzeugen, die für Marketingzwecke ein­gesetzt werden können – wie zum Beispiel E-Mail, eigene Website, eigener Blog – bieten sich dafür Social-Media-Plattformen an. Welchen Nutzen kann man also aus einem Facebook-Profil oder Engagement auf Twitter zie­hen?

Einige Übersetzer haben es ausprobiert und waren vom Ergebnis enttäuscht. Andere dagegen sind extrem enthusiastisch und hören nicht auf zu betonen, welche Vorteile ihnen Xing oder Twitter gebracht haben. Was ist also dran an Social Me­dia? Handelt es sich um ein Profi-Marketingwerk­zeug, das von Übersetzern erfolgreich eingesetzt werden kann, oder ist es nur eine Spielwiese für spätpubertäre Teenager, die um jedes neue So-cial-Media-Tool den gleichen Hype vollführen wie um den Tagessieger im Dschungelcamp?
Bevor Sie sich überlegen, ob Sie Social-Media-Marketing in Ihre Marketingaktivitäten integrieren möchten, sollten Sie sich folgende Frage stellen: Muss oder möchte ich neue Kunden gewinnen?
Wenn Sie diese Frage mit Ja beantworten, soll­ten Sie sich Gedanken über Ihre Marketingaktivi­täten machen. Dazu können auch Aktivitäten im Social-Media-Bereich gehören, um:

  • Ihre Sichtbarkeit zu verbessern und die Wahr­scheinlichkeit zu erhöhen, dass potentielle Kunden Sie finden und kontaktieren,
  • sich als Marke zu präsentieren,
  • die Zahl der Zugriffe auf Ihre Website, Ihren Blog, Ihr Profil zu verbessern.

Social-Media-Plattformen bieten:

Netzwerke
Der Aufbau von weltweiten Netzwerken mit Kolle­gen, Gleichgesinnten, Geschäftspartnern aus der Industrie und potentiellen Kunden ist eine Marke­tingstrategie, die es schon lange vor dem Inter­net gab, die aber auch hier funktioniert.

Job Boards
Viele Agenturen und auch Endkunden verwenden auf der Suche nach qualifizierten Übersetzern nicht nur die Übersetzerportale im Internet, son­dern zunehmend auch Xing, Linkedln, Facebook und Twitter.

Aufbau einer Online-Reputation
Alles, was Sie im Internet schreiben, kann von an­deren Personen gefunden werden (wenn Sie den Zugriff nicht eingeschränkt haben). Dies ist ein sehr mächtiges Werkzeug, mit dem Sie Kollegen und potentiellen Kunden Ihr Wissen, Ihre Erfah­rung und Vertrauenswürdigkeit vermitteln kön­nen. Sie können damit weltweit eine Reputation aufbauen und sich als Experte zu einem Thema oder in einem Fachgebiet positionieren. Richtig eingesetzt wird man Sie früher oder später als die Person wahrnehmen, an die man sich mit einer Übersetzung zu einem bestimmten Thema wen­den sollte. Allerdings können Sie diese Reputation auch sehr schnell zerstören – verwenden Sie also Ihren gesunden Menschenverstand:

  • Trennen Sie Privates und Berufliches
  • Überlegen Sie sich, was Sie in Ihren öffent­lich zugänglichen Foreneinträgen, Tweets und Posts schreiben und wie Sie schreiben
  • Stellen Sie nichts online, was Sie nicht auch im realen Leben zu einem Geschäftspartner sa­gen würden.

Sammeln von Informationen
Unterschätzen Sie nicht den Wert der Informatio­nen wie interessante Veranstaltungen, neue Vor­schriften und Jobangebote, die Sie in Foren oder im Austausch mit anderen Übersetzern zum Bei­spiel auf Facebook erhalten können. Sie alleine können schon eine Teilnahme an den entspre­chenden Social-Media-Plattformen rechtfertigen.

Visibilität & SEO
Dies ist der eigentliche Kern, um den es beim In­ternetmarketing geht. Der potentielle Kunde soll­te Sie finden, bevor er Ihre Mitbewerber findet. SEO steht für Suchmaschinenoptimierung (Search Engine Optimization), und bedeutet, Ihre Online-Präsenz in Form Ihrer Website oder Ihres Profils (auf Xing, Linkedln, ProZ usw.) so zu optimieren/ unterstützen, dass sie von Suchmaschinen wie Google, Bing und Yahoo auf einem höheren Rang, also weiter oben angezeigt wird als die Ihrer Mit­bewerber. Die Suchmaschinen verwenden kom­plexe Algorithmen, um die Reihenfolge zu erstel­len, in der die Ergebnisse angezeigt werden, aber diese Algorithmen basieren im Wesentlichen auf drei Aspekten: Suchbegriffe, Traffic und Aktivität.

Suchbegriffe
Verwenden Sie in Ihren Profilen, Blogs, Forenbei­trägen, Tweets usw. Begriffe und Wortfolgen, die ein potentieller Kunde verwenden würde, um Ihre Dienstleistung zu suchen. Es gibt viele Überset­zer, die in ihren Profilüberschriften oder in den Suchbegriffen zum Beispiel „Freelance Transla­tor” schreiben. Danach sucht niemand. Sie ha­ben doch viel mehr zu bieten – führen Sie also auf, was Sie von anderen unterscheidet wie Ihre Sprachpaare, Ihre Fachgebiete oder zusätzliche berufliche Hintergrundinformationen. Denken Sie daran: Sie möchten gefunden werden, und ein potentieller Kunde könnte in Google zum Beispiel „medizinischer Fachübersetzer Deutsch Englisch mit Erfahrung in klinischer Informatik” eingeben. Ihr Ziel muss es sein, bei einer entsprechenden Suche in Google auf Seite eins aufgeführt zu wer­den (wer interessiert sich schon dafür, was auf Seite drei und danach steht).

Traffic
Je mehr Zugriffe Ihre Website oder Ihre Profilseite hat, desto höher wird sie von Google eingestuft.

Aktivität
Google erkennt, wenn eine Seite längere Zeit in­aktiv ist, und stuft sie automatisch in den Sucher­gebnissen zurück. Eine Webseite, eine Profilseite oder ein Blog, der regelmäßig aktualisiert wird, hält seinen Google-Rang.

All dies können Sie mit relativ geringem finanzi­ellem Aufwand erreichen. Sie brauchen dafür kei­ne bezahlten Mitgliedschaften auf Plattformen wie Linkedln und Xing. Sie müssen
jedoch be­denken: Nur weil Sie ein Profil auf Linkedln oder Xing haben, werden Sie darüber noch lange keine Kunden bekommen. Sie müssen investieren, und zwar Zeit. Social-Media-Marketing funktioniert nur, wenn Sie aktiv sind. Wenn Sie eine bestimm­te Reputation und Visibilität erreicht haben, müs­sen Sie kontinuierlich daran arbeiten, diese zu er­halten. Diese Zeit müssen Sie neben Ihrer Arbeit als Übersetzer aufbringen können, sonst macht es keinen Sinn. Deshalb müssen Sie sich gut überlegen, in welche Social-Media-Plattform Sie Ihre Arbeitszeit investieren möchten. Es folgt eine Auswahl an Social-Media-Platt-formen, die meiner Meinung nach für Übersetzer sinnvoll sein können.

Übersetzungsportale und Verzeichnisse

Natürlich die Datenbank des BDÜ, aber auch Portale   wie  TranslatorsCafe   oder   ProZ   bieten interessan­te  Möglichkeiten und   wir­ken   sich durch ihr  sehr gu­tes Goog­le-Ranking positiv auf das Ranking (SEO) Ihrer eige­nen  Website/Ihres Profils aus.

Business-Plattformen wie Xing oder Linkedln

Hervorragende Optionen und Werkzeuge zum Netzwerken, gute Präsentation der eigenen Fä­higkeiten und hervorragender SEO-Einfluss. Bei­de Plattformen erfordern ein gewisses Maß an Aktivität, um Ergebnisse zu bringen. Linkedln ist internationaler orientiert (nicht so US-lastig wie viele denken) und Xing wird mehr im deutsch­sprachigen Raum verwendet (in Frankreich ist Viadeo eine Option).

Twitter

Wahrscheinlich eine der am meisten unter­schätzten Social-Media-Plattformen für den pro­fessionellen Einsatz. Sie können damit eine hohe Zahl von Zugriffen auf Ihre Website/Ihr Profil er­zeugen. Es eignet sich sehr gut zum Aufbau Ihrer professionellen Reputation, bietet relevante In­formationen wie Links zu angebotenen Jobs und erlaubt es, in einer ungezwungenen Umgebung zu netzwerken. Ist allerdings arbeitsaufwendig.

Google+

Eigentlich ein absolutes Muss, allein schon um Ihr Google-Ranking zu verbessern.

Facebook

Ein sehr mächtiges SEO-Werkzeug, aber auch die schwierigste Plattform. Facebook-Marketing folgt einem komplexen Codex mit vielen Fallstri­cken. Ich empfehle ein reguläres Profil (mit kla­rer Trennung zwischen privaten und geschäftli­chen Aktivitäten) zu verwenden, um einigen der Agenturen zu folgen, die es zur Anwerbung von Übersetzern verwenden.

Zusammenfassend lässt sich sagen – wenn Sie sich auf einer Social-Media-Plattform anmelden, müssen Sie bereit sein, sich längerfristig zu en­gagieren. Es ist besser, kein Profil zu haben, als ein Profil zu haben, auf dem sich sechs Monate lang nichts getan hat.

Letzte Tipps: Vertrauen Sie immer Ihrem gesunden Menschenverstand und haben Sie auch Spaß daran, das gehört dazu! Um ein Gefühl für Social Media zu bekommen, könnten Sie mit der Xing-Gruppe des BDÜ begin­nen, bei weiterem Interesse können Sie mich ger­ne auch für Kurse kontaktieren.

Diamantidis, Anne (2012). Social Media – Profi-Marketingwerkzeug oder Dschungelcamp? In: BW polyglott, März 2012, Ausgabe 3, S. 32f

And the winner is….

It seems The Stinging Nettle totally honored its name. I was amazed at the number of aggressive, sometimes even insulting comments and e-mails we’ve been receiving since the beginning of this action – it’s just fascinating how many people felt personally attacked. Anyway – here’s the promised result ;)

Whoever works in the medical translation field should be aware of the numerous existing standards (DIN/EN/ISO…) in this industry. Often, these standards even state the exact wording of entire segments. We’ve been so far expecting from translators to be able to identify whether a piece of text is subject to a certain standard (or could be) and accordingly conduct a search or contact us and simply ask. In this specific case, the relevant standards to use were DIN EN 980:2008-08 “Symbols for use in the labeling of medical devices; German version” and the draft standard DIN 6877-1:2007-12 “Magnetic resonance equipment for human use – Part 1: Instructions for labeling items within the controlled area”.

“Keller”, though not specialized in medical device texts, submitted a translation that was the closest in line with the rules of these standards and therefore earns the 50€. “S.W” (who’s no medical translator either) and “AL” did realize that those were texts that were probably set in standards but unfortunately did not submit any proposal.  I found “Michael’s” proposal very interesting as well – he is not a translator but his translation was qualitatively not different from many proposals.

You can read all proposals here and here

What did we learn?

None of the translators who participated knew the standards. Some found them as they were researching and translated correctly but most would probably have made a “wrong” translation of the segments. It occurred to us that during our time as freelancers, no agency ever said to us that a given part of the text was subject to a given standard nor ever provided us with these standard existing translations available (though this does not completely apply for pharmaceutical texts as some agencies take the time and provide their translators with all standards). We came therefore to the decision that, in the future, we will be informing our translators when we give them a new project where standards apply and make those standards available to them.

I would like to thank all translators who participated. It was an interesting experience and we did learn something. We hope that translators in the future will also pay more attention to regulatory requirements in the medical technology field, and keep themselves up-to-date with these as well.
The next “translation survey” is already in the oven and we’d be delighted if you decide to participate again, or participate for the first time!