Europas bedeutendster Branchenevent für Healthcare IT beginnt in Berlin mit neuem Ausstellerrekord

Logo_conhIT_BerlinDienstag, den 09. April 2013 - Mit 320 Ausstellern aus 14 Ländern öffnet am Dienstag, 9. April, die conhIT in Berlin ihre Tore auf dem Messegelände unter dem Funkturm. An drei prall gefüllten Veranstaltungstagen können sich die Teilnehmer auf Europas bedeutendstem Branchenevent für Healthcare-IT umfassend über die neuesten IT-Lösungen für das Gesundheitswesen und die aktuellen Trends der Branche informieren. Die Zahl der Aussteller ist gegenüber der Vorjahresveranstaltung um 18 Prozent gewachsen. Damit übertrifft die conhIT die Spitzenwerte der letzten Veranstaltung und erzielt einen neuen Ausstellerrekord.

Etwa 6.000 Fachbesucher werden in Berlin erwartet. Schirmherr der conhIT 2013 ist Daniel Bahr, Bundesminister für Gesundheit.

“In Berlin begegnet die Branche der gesamten Bandbreite der Healthcare IT. Ob Fort- und Weiterbildung in Kongress und Akademie, Produktschau auf der Industrie-Messe oder intensiver Austausch im Rahmen der Networkingveranstaltungen – auf der conhIT finden Besucher und Aussteller alle Angebote, die heute wichtig sind”, erläutert Bernhard Calmer, Vorstandsvorsitzender des Bundesverbands Gesundheits-IT – bvitg e. V. Der Verband hatte die conhIT 2008 als Branchentreff initiiert.

conhIT international – Belgien ist Partnerland
Neben Unternehmen aus Europa sind auch Aussteller aus Taiwan, Korea, Israel und den USA angereist. Mit Belgien hat die conhIT in diesem Jahr auch wieder ein offizielles Partnerland. Mehr als 20 belgische Unternehmen präsentieren ihre innovativen e-Health-Projekte in Berlin. Darüber hinaus bereichert Belgien auch mit einer eigenen Kongress-Session, verschiedenen Networking-Events und zahlreichen weiteren Veranstaltungen die conhIT.

Als politische Repräsentanten des Partnerlandes Belgien nehmen der Ministerpräsident der Flämischen Regierung Kris Peeters und der belgische Botschafter Renier Nijskens an der conhIT teil. Auch der Flämische Gesundheitsminister Jo Vandeurzen wird die Veranstaltung besuchen und Teil einer mehrköpfigen offiziellen Delegation aus Flandern sein.

“Die conhIT hat mit einer Internationalität von 21 Prozent den Anteil der ausländischen Aussteller gegenüber dem Vorjahr verdoppelt und damit einen neuen Rekord aufgestellt. Mit Belgien als Partnerland und Fachbesuchern aus allen Teilen der Welt unterstreicht die conhIT eindrucksvoll ihre Position als Leitveranstaltung für Healthcare IT”, so Dr. Christian Göke, Geschäftsführer der Messe Berlin.

Alle Innovationen der Healthcare IT auf einen Blick
Die conhIT ist das Schaufenster für Gesundheits-IT. Alle Marktführer und zahlreiche etablierte Mittelständler zeigen, mit welchen neuen IT-Lösungen die Patientenversorgung und das Gesundheitswesen von morgen effizienter gestaltet und qualitativ verbessert werden können. Auf 12.000 Quadratmetern bekommen die Besucher der Industrie-Messe einen kompletten Marktüberblick über die Produkte und Services der Healthcare IT-Branche. Das gibt es in so komplexer und zugleich konzentrierter Form nur auf der conhIT in Berlin.

Auch innovative Startups nutzen die Marketingchancen der Industrie-Messe, genau wie die zahlreichen Fachverbände, Consultants, Forschungseinrichtungen Hochschulen und Berater. Die beiden Bereiche Medizintechnik und Telematik haben sich in diesem Jahr noch weiter auf der Messe etabliert. Mit speziellen Themenführungen wird der Blick für Topthemen der Industrie-Messe, wie beispielsweise Mobilität und Interoperabilität, geschärft.

Kongress, Akademie und Networking
Mit 13 Kongress-Sessions, vier Akademie-Seminaren und 99 Networking-Events übertrifft die conhIT 2013 bei weitem das Veranstaltungsprogramm der vergangenen Jahre. Auch die fachliche Qualität stimmt, die Liste der insgesamt 90 Referenten liest sich wie das Who-is-Who der Branche. Usability und Mobility, Health Data Analytics oder Datensicherheit sind nur einige der vielen Themen, die auf der conhIT zur Auswahl stehen. Das heißt: Um den Wissensdurst zu stillen und sich auf professionellem Niveau über topaktuelle Themen der Branche auszutauschen – genau dafür bietet die conhIT allen Brancheninsidern exzellente Möglichkeiten.

Aussteller und Fachbesucher haben auch am Nachmittag vielfältige Gelegenheiten, themenspezifisch miteinander ins Gespräch zu kommen oder gemeinsame Ideen zu entwickeln und Geschäfte anzubahnen. Die Angebots-Palette des Networkingprogramms ist bunt und reicht von Workshops über Krankenhausexkursionen bis zu Match-Making-Sessions und Abendveranstaltungen in lockerer Atmosphäre.

Ab sofort können sich conhIT-Teilnehmer die kostenlose conhIT-App im Google Play und App Store herunterladen. Mit der App können Veranstaltungen nach Tagen und Zeitfenstern sowie Kategorien gefiltert und zum Smartphone-Kalender hinzugefügt werden.

Karriereplattform conhIT
Die zunehmende Nachfrage nach IT-Lösungen im Gesundheitswesen führt auch zu einem steigenden Bedarf an gut ausgebildeten Mitarbeitern. Sowohl für die IT-Hersteller als auch für die Krankenhaus-IT-Abteilungen bietet die conhIT beste Chancen, sich als attraktiver Arbeitgeber vorzustellen, ob live vor Ort oder auch im “conhIT-Karriere Guide”. Neben speziellen Angeboten für Studierende, die sich über Ausbildungs- und Einstiegsmöglichkeiten in der Branche informieren möchten, gibt es eine große Jobbörse und ein Karriere-Get-Together, zu dem alle conhIT-Teilnehmer eingeladen sind. Am 10. April, dem “conhIT-Recruiting Day”, finden zahlreiche Veranstaltungen rund um das Thema Karriere statt, darunter der Karriere-Worskhop mit anschließender Verleihung des conhIT-Nachwuchspreises für die beste Abschlussarbeit zum Thema Healthcare IT.

Über die conhIT – Connecting Healthcare IT
Die conhIT richtet sich an Entscheider in den IT-Abteilungen, im Management, der Medizin und Pflege sowie an Ärzte, Ärztenetze und Medizinische Versorgungszentren, die sich über die aktuellen Entwicklungen von IT im Gesundheitswesen informieren, Kontakte in der Branche knüpfen und sich auf hohem Niveau weiterbilden wollen. Als integrierte Gesamtveranstaltung mit Industrie-Messe, Kongress, Akademie und Networking-Events bündelt sie an drei Tagen die Angebote, die für die Branche attraktiv sind. Die conhIT, die 2008 vom Bundesverband Gesundheits-IT – bvitg e.V. als Branchentreff der Healthcare IT initiiert wurde und von der Messe Berlin organisiert wird, hat sich mit über 270 Ausstellern und rund 5.300 Besuchern in 2012 zu Europas wichtigster Veranstaltung rund um IT im Gesundheitswesen entwickelt.

Die conhIT 2013 wird in Kooperation von den Branchenverbänden Bundesverband Gesundheits-IT – bvitg e. V., GMDS (Deutsche Gesellschaft für Medizinische Informatik, Biometrie und Epidemiologie) e. V., BVMI (Berufsverband Medizinischer Informatiker) e. V. sowie unter inhaltlicher Mitwirkung von KH-IT (Bundesverband der Krankenhaus-IT-Leiterinnen/Leiter) e. V. und ALKRZ (Arbeitskreis der Leiter der Klinischen Rechenzentren der Universitätskliniken Deutschland) gestaltet.

www.conhit.de

Ressourcenmanagement im Krankenhaus: Potenziale längst noch nicht ausgeschöpft

Logo_conhIT_BerlinFreitag, den 08. März 2013 - Was modernes Ressourcenmanagement im Krankenhaus leisten kann, lässt sich am besten am Beispiel der OP-Planung ablesen: “Hier hat sich in den letzten Jahren sehr viel getan”, sagt Angelika Händel vom Universitätsklinikum Erlangen. “In vielen Kliniken können die am Prozess beteiligten Mitarbeiter heute jederzeit sehen, wie die aktuelle OP-Auslastung ist, was der Stand bei einzelnen Operationen ist und wann der nächste Patient eingeschleust werden kann.” Auch die Bestellung von OP-Materialien und die Belegungsplanung sind ohne IT-Unterstützung kaum noch denkbar.

Dass gerade der Operationstrakt in Sachen IT-gestütztes Ressourcenmanagement ein Vorreiter ist, wundert nicht: “Ein leerstehender Operationssaal kostet mehrere tausend Euro pro Stunde. Das wollen sich die Krankenhäuser in Zeiten, in denen viele von ihnen an der Grenze zur Wirtschaftlichkeit agieren müssen, nicht leisten”, betont Dr. Christoph Seidel, CIO am Klinikum Braunschweig. Zusammen mit Angelika Händel, die auch als Vorstandsmitglied des Deutschen Verbandes Medizinischer Dokumentare (DVMD) aktiv ist, hat Seidel, u.a. Vorsitzender des Compentence Centers für die Elektronische Signatur im Gesundheitswesen (CCESigG), auf der conhIT 2013 den Vorsitz einer Kongress-Session zum Thema Ressourcenmanagement übernommen.

Multidimensionales Ressourcenmanagement bringt maximalen Nutzen
Effizienzreserven bei der Ressourcenplanung schlummern auch jenseits des Operationstrakts – nur sind sie da bisher noch längst nicht überall mobilisiert. “Generell kann man sagen, dass das IT-gestützte Ressourcenmanagement an den Stellen gut funktioniert, wo es darum geht, aus dem klinischen Informationssystem einen Auftrag auszulösen, beispielsweise für eine radiologische Untersuchung”, so Seidel. Diese Aufträge werden um medizinische Informationen ergänzt und an die Bestellung eines Patiententransports gekoppelt. In vielen Kliniken ist das ein effizienter und automatisierter Prozess.

Wenn es allerdings darum geht, komplexe Planungsprozesse mit IT-Unterstützung zu organisieren, stoßen viele Krankenhäuser rasch an Grenzen: “Sobald bei der Planung mehrere Faktoren gleichzeitig berücksichtigt werden müssen, die vielleicht auch noch in unterschiedlichen Abteilungen angesiedelt sind, wird es schwierig. Mit einer solchen multidimensionalen Herangehensweise sind die meisten IT-Systeme derzeit noch überfordert”, so Händel.

Beispiele dafür gibt es viele. Ein krankenhausweites Terminmanagement steht auf der Wunschliste zahlreicher Klinik-CIOs ganz weit oben. Dafür müssten Informationen aus ganz unterschiedlichen IT-Systemen berücksichtigt werden – im Alltag oft ein Wunschtraum, insbesondere dann, wenn die Systeme nicht vom gleichen Hersteller kommen. “Wir haben im Kliniksektor mit HL7 einen hervorragenden Standard bei der Kommunikation von Information. Was wir aber nicht haben, sind übergreifende Standards für das Ressourcenmanagement”, betont Seidel.

Effizienz ist auch im Interesse des Patienten
Die Industrie ist sich dieser Defizite bewusst, wie Andreas Kassner vom Bundesverband Gesundheits-IT – bvitg e. V. betont: “Die Komplexität des Klinikalltags führt dazu, dass der Mensch in vielen Fällen noch immer als Schnittstelle herhalten muss. Es gibt deswegen sicher einen Bedarf nach mehr Standardisierung. Die Krankenhäuser sollten hier mit den Herstellern in den Dialog treten und konkrete Verbesserungsvorschläge machen.”

Klar ist: Ein effizientes Ressourcenmanagement im Krankenhaus spart nicht nur Geld, sondern auch Nerven. “Bei guter Ressourcenplanung muss es einfach nicht sein, dass Patienten den ganzen Tag auf eine Operation warten oder sich in der Ambulanz die Beine in den Bauch stehen”, so Händel. Zwar ist ein Krankenhaus keine Automobilfabrik. “Aber es sollte mit IT-Unterstützung schon möglich sein, auch das Unplanbare zumindest in gewissen Grenzen planbar zu machen.”

Mehr zum Thema auf der conhIT 2013
Am conhIT-Donnerstag, dem 10. April 2013, berichten Experten in der Kongress-Session 7 “Ressourcenmanagement” in mehreren Vorträgen über aktuelle Erfahrungen aus der Krankenhauspraxis.

Auch im niedergelassenen Bereich profitieren Leistungserbringer und Patienten von Tools zur Optimierung des Praxisbetriebes, etwa durch die Online-Terminvergabe. Diesem Thema widmet sich, ebenfalls am 10. April 2013, das conhIT-Forum “focus Online-Services von Ärzten für Patienten”.

Interessierte, die sich schon vor der conhIT über Produkte und Dienstleistungen aus dem Themengebiet informieren möchten, können über den conhIT-Virtual Market Place nach entsprechenden Ausstellern suchen und bei Bedarf schon jetzt einen Gesprächstermin auf der Industrie-Messe vereinbaren.

Über die conhIT – Connecting Healthcare IT
Die conhIT richtet sich an Entscheider in den IT-Abteilungen, im Management, der Medizin und Pflege sowie Ärzte, Ärztenetze und MVZs, die sich über die aktuellen Entwicklungen von IT im Gesundheitswesen informieren, Kontakte in der Branche knüpfen und sich auf hohem Niveau weiterbilden wollen. Als integrierte Gesamtveranstaltung mit Industrie-Messe, Kongress, Akademie und Networking-Events bündelt sie an drei Tagen die Angebote, die für die Branche attraktiv sind. Die conhIT, die 2008 vom Bundesverband Gesundheits-IT-bvitg e.V. als Branchentreff der Healthcare IT initiiert wurde und von der Messe Berlin organisiert wird, hat sich mit über 270 Ausstellern und rund 5.300 Besuchern in den vergangenen Jahren zu Europas wichtigster Veranstaltung rund um IT im Gesundheitswesen entwickelt.

http://www.conhit.de

conhIT-Programmflyer zeigt Branchenevent für Healthcare IT auf einen Blick

Logo_conhIT_BerlinDienstag, den 12. Februar 2013 – Egal ob ausstellendes Unternehmen oder Brancheninsider – die erfolgreiche Teilnahme an einem vielseitigen und hochwertigen Branchenevent will gut organisiert und geplant sein. Dafür ist vor allem eins von zentraler Bedeutung: ein umfassender und kompakter Überblick über alle Veranstaltungen, Angebote und Highlights des Events. All diejenigen, die frühzeitig mit den Planungen für die vom 9. bis 11. April stattfindende “conhIT – Connecting Healthcare IT” beginnen möchten, können jetzt damit starten. Der gerade veröffentlichte detaillierte Programmflyer zeigt auf einen Blick, was Besucher und Aussteller auf Europas größter Veranstaltung, die auch 2013 unter der Schirmherrschaft des Bundesministers für Gesundheit Daniel Bahr steht, rund um das Thema Healthcare IT erwartet.

Der Flyer enthält einen vollständigen Überblick über alle Veranstaltungselemente, die die conhIT-Industrie-Messe (2013 mit über 270 Ausstellern auf 12.000 qm Ausstellungsfläche) inhaltlich ergänzen und bereichern. Dazu gehören detaillierte Informationen zu den Vorträgen im conhIT-Kongress und zu den Akademieseminaren, die zeitlich versetzt von der Industrie-Messe täglich am Vormittag stattfinden.

Darüber hinaus informiert der Programmflyer über zahlreiche Formate am Nachmittag, die im Rahmen des Networking realisiert werden und weiteren Raum für Austausch und Diskussion bieten.

Dazu gehören beispielsweise spezielle Programmschwerpunkte für niedergelassene Ärzte und beruflich Pflegende am conhIT-Dienstag bzw. -Mittwoch, Exkursionen in nahe gelegene Krankenhäuser, Themenführungen über die Industrie-Messe, Podiumsdiskussionen, Workshops sowie verschiedene Angebote unter dem Titel “conhIT-Karriere-Highlights”. Arbeitsgruppen des Bundesverbands Gesundheits-IT – bvitg e. V. werden zudem einige der spannendsten Themen des Jahres in den neu entwickelten bvitg-Foren “focus Healthcare IT” vorstellen, die Besucher und Aussteller zur Diskussion mit ausgewiesenen Branchenexperten einladen. Auch Belgien, das Partnerland der conhIT 2013, lädt auf verschiedenen Veranstaltungen dazu ein, belgische Geschäfts- und Kooperationspartner kennen zu lernen.

Der conhIT-Programmflyer steht ab sofort online unter www.conhit.de zum Download bereit. Noch bis zum 28. Februar können sich Besucher online ein kostenloses Messeticket sichern.

conhIT – Connecting Healthcare IT
Die conhIT richtet sich an Entscheider in den IT-Abteilungen, im Management, der Medizin und Pflege sowie Ärzte, Ärztenetze und MVZs, die sich über die aktuellen Entwicklungen von IT im Gesundheitswesen informieren, Kontakte in der Branche knüpfen und sich auf hohem Niveau weiterbilden wollen. Als integrierte Gesamtveranstaltung mit Industrie-Messe, Kongress, Akademie und Networking-Events bündelt sie an drei Tagen die Angebote, die für die Branche attraktiv sind. Die conhIT, die 2008 vom Bundesverband Gesundheits-IT-bvitg e.V. als Branchentreff der Healthcare IT initiiert wurde und von der Messe Berlin organisiert wird, hat sich mit über 270 Ausstellern und rund 5.300 Besuchern in den vergangenen Jahren zu Europas wichtigster Veranstaltung rund um IT im Gesundheitswesen entwickelt.

Die conhIT 2013 wird in Kooperation von den Branchenverbänden Bundesverband Gesundheits-IT – bvitg e. V., GMDS (Deutsche Gesellschaft für Medizinische Informatik, Biometrie und Epidemiologie) e. V., BVMI (Berufsverband Medizinischer Informatiker) e. V. sowie unter inhaltlicher Mitwirkung von KH-IT (Bundesverband der Krankenhaus-IT-Leiterinnen/Leiter) e. V. und ALKRZ (Arbeitskreis der Leiter der Klinischen Rechenzentren der Universitätskliniken Deutschland) gestaltet.

IT-Trends Medizin/Health Telematics 2012

“IT-Trends Medizin/Health Telematics 2012″- Wichtigster Fachkongress der IT- und Gesundheitsbranche in NRW öffnet zum achten Mal seine Türen

Montag, den 10. September 2012 – Am 12. September 2012 veranstalten ZTG Zentrum für Telematik im Gesundheitswesen, Messe Essen GmbH und EWG Essener Wirtschaftsförderungsgesellschaft mbH bereits zum achten Mal den Fachkongress “IT-Trends Medizin/Health Telematics”. Dort treffen sich Expertinnen und Experten aus der Gesundheits- und IT-Branche, um über aktuelle Entwicklungen in der Telematik und Telemedizin sowie über IT-Trends in der Gesundheitswirtschaft zu diskutieren. Nach den erfolgreichen Kooperationen im vergangenen Jahr bringen die Deutsche Gesellschaft für Telemedizin (DGTelemed e.V.) und die Medizinische Gesellschaft Essen e.V. ihre Expertise auch bei der Gestaltung des diesjährigen Kongressprogramms ein.
Die DGTelemed ist eine bundesweite Vereinigung zur Förderung, Verbreitung, Markteinführung und Publizierung moderner, innovativer Entwicklungen, Lösungen und Produkte in der Telemedizin. Welche Rahmenbedingungen benötigt der Aufbau einer flächendeckenden telemedizinischen Versorgungskultur? Welche Strategie verfolgt das Bundesministerium für Gesundheit in punkto Telemedizin? Wie stehen deutsche Krankenkassen dem Thema gegenüber? Welche aktuellen Projekte gibt es in Nordrhein-Westfalen und anderen Bundesländern? Diese und weitere Themen stehen im Fokus der Telemedizin-Foren, die wie bereits im vergangenen Jahr unter der Schirmherrschaft der DGTelemed stehen und gemeinsam mit namhaften Referentinnen und Referenten im Rahmen des Fachkongresses “IT-Trends Medizin/Health Telematics” angeboten werden.

Die Medizinische Gesellschaft Essen fördert die ärztliche Fortbildung der gesamten Ärzteschaft im Raum Essen, in dem sie bestehende Fortbildungsaktivitäten in der Region koordiniert, aber auch deren inhaltliche Abstimmung anbietet. Als langjähriger Partner des Fachkongresses “IT-Trends Medizin/Health Telematics” freut sich die Medizinische Gesellschaft Essen auf interessierte Teilnehmerinnen und Teilnehmer für eine Diskussionsrunde zum Thema “Moderne IT im Krankenhaus – Chancen und Risiken?”. In diesem Jahr garantiert eine qualifizierte Standortanalyse aus Sicht einer Expertenrunde bestehend aus Krankenhausärzten, Pflegekräften, Verwaltungsmitarbeitern, EDV-Leitern, Patienten, Angehörigen, sowie der Krankenhausgeschäftsführung ein interessantes Forum.

Auch darüber hinaus können sich Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf ein vielseitiges, spannendes und informatives Kongressprogramm freuen. Unter anderem stehen aktuelle Telematikanwendungen im Gesundheitswesen, (sektorübergreifende) Kommunikationslösungen (z.B. elektronische Aktenlösungen), das elektronische Gesundheitsberuferegister (eGBR), Trends im Bereich Mobile Health sowie die Prozessoptimierung im Gesundheitswesen durch IT auf dem Tagungsprogramm. In der begleitenden Ausstellung finden Teilnehmerinnen und Teilnehmer zahlreiche Expertenorganisationen, die über die Möglichkeiten von Informations- und Kommunikationstechnologien im Gesundheitswesen informieren.

Für Kurzentschlossenen gibt es noch Karten an der Tageskasse. Weitere Informationen und das diesjährige Kongressprogramm sind unter www.it-trends-medizin.de verfügbar.

Europäische Unternehmen investieren trotz Krise stärker in Forschung und Entwicklung

Dienstag, den 28. August 2012 - Führende Unternehmen in der EU gehen davon aus, dass ihre Investitionen in Forschung und Entwicklung (FuE) im Zeitraum 2012-2014 jährlich um durchschnittlich 4 % steigen werden. So das Ergebnis einer Umfrage, die die Kommission bei einigen der am stärksten in FuE investierenden europäischen Unternehmen durchgeführt hat. Die Zahlen zeigen, welche Bedeutung die betreffenden Unternehmen – trotz der aktuellen wirtschaftlichen Probleme – Forschung und Entwicklung als zentralem Faktor für ihr künftiges Wachstum und ihren Erfolg beimessen. Spitzenreiter ist die Branche der Software- und Computerdienstleistungen, die mit einem Anstieg der FuE-Investitionen um durchschnittlich 11 % pro Jahr rechnet. Unternehmensinterne Forschung und Entwicklung wird von den befragten Unternehmen als wichtigster Innovationstreiber gesehen, gefolgt von Marktforschung und damit verbundenen Tätigkeiten zur Einführung neuer Produkte.
“Dieser positive Trend bei den FuE-Investitionen der Unternehmen ist von entscheidender Bedeutung für Europas Wettbewerbsfähigkeit”, so Máire Geoghegan-Quinn, EU‑Kommissarin für Forschung, Innovation und Wissenschaft. “Diese Unternehmen sind die wichtigsten Triebkräfte der Entwicklung hin zu einer stärker wissensbasierten und intelligenteren europäischen Wirtschaft. Unser künftiges Programm für Forschung und Innovation “Horizont 2000″ wird innovativen Unternehmen weiteren Auftrieb geben.”

Was den Einfluss der Politikmaßnahmen und externer Faktoren auf ihre Innovationstätigkeit anbelangt, verwiesen die befragten Unternehmen auf die starke positive Wirkung von steuerlichen Anreizen, staatlichen Finanzhilfen, EU-Fördermitteln und öffentlich-privaten Partnerschaften auf nationaler wie auch auf EU-Ebene. Negativ auf ihre Innovationstätigkeit ausgewirkt haben sich nach Angaben zahlreicher Unternehmen der für den Schutz der Rechte des geistigen Eigentums erforderliche Zeitaufwand und die damit verbundenen Kosten. Dies bestätigt, wie wichtig mit Blick auf die Förderung der Innovationstätigkeit der Unternehmen eine effiziente Regelung der Rechte des geistigen Eigentums ist.

Von den befragten Unternehmen wurden auch Angaben dazu erbeten, welche Bedeutung die verschiedenen Wege des Wissensaustauschs für sie haben. Kooperationsvereinbarungen mit anderen Unternehmen stehen hier an erster Stelle. Von Unternehmen, die in Branchen mit hoher FuE-Intensität tätig sind, wurden an zweiter Stelle Einlizensierung/Auslizensierung und danach Vereinbarungen mit Hochschulen und anderen öffentlichen Forschungseinrichtungen genannt. Für Unternehmen in Branchen mit mittlerer oder geringer FuE-Intensität sind Kooperationsvereinbarungen mit Hochschulen und anderen öffentlichen Forschungseinrichtungen wichtiger als Lizenzvergaben. Generell zeigen die Ergebnisse, welch große Bedeutung viele Unternehmen diesen verschiedenen Wegen des Wissensaustauschs beimessen, was als Indiz dafür gewertet werden könnte, dass offene Innovation (“open innovation”) eine immer größere Rolle spielt.

Die EU-Erhebung über FuE-Investitionstrends in der Wirtschaft (“EU Survey on R&D Investment Business Trends”) wurde von der Gemeinsamen Forschungsstelle (JRC) der Europäischen Kommission (Institut für technologische Zukunftsforschung, IPTS) und der Generaldirektion Forschung und Innovation durchgeführt.

Die Ergebnisse der Erhebung basieren auf den Antworten von 187 überwiegend großen Unternehmen (von 1 000 Unternehmen mit Sitz in der EU, die im EU-Anzeiger für FuE-Investitionen der Industrie 2011 erfasst sind) (IP/11/1205 und MEMO/11/705). Die Befragung fand zwischen dem 16. Januar und dem 28. April 2012 statt.

Diese 187 Unternehmen stehen zusammengenommen für FuE-Investitionen in Höhe von fast 45 Mrd. EUR, was rund 40 % der gesamten FuE-Investitionen der 1 000 im EU‑Anzeiger erfassten Unternehmen und damit einem erheblichen Anteil an den FuE‑Investitionen der europäischen Unternehmen entspricht. Mit durchschnittlich 4 % ist der Anstieg etwas geringer ausgefallen als in der vorangegangenen Erhebung erwartet (5 %), was auf die Verschlechterung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen zurückzuführen ist.

Noch vor Ende 2012 wird die Europäische Kommission ihren nächsten EU-Anzeiger für FuE-Investitionen der Industrie veröffentlichen, der eine Rangfolge der weltweit größten in FuE investierenden Unternehmen enthält.

Die Erhebung kann auf folgender Website eingesehen werden: http://iri.jrc.es/reports.htm

Quelle: http://europa.eu

Telemedizin und medizinische Leitlinien

Der 3. Nationale Fachkongress Telemedizin greift erneut die Frage auf, ob telemedizinische Anwendungen reif für die Aufnahme in medizinische Leitlinien sind. Damit wird der im Vorjahr begonnene Dialog mit Vertretern medizinischer Fachgesellschaften fortgesetzt. Mit der weiteren Öffnung in Richtung Anwender will die DGTelemed dazu beitragen, dass Telemedizin zunehmend als Teil des modernen Medizintriebs begriffen wird.

Die Fortführung des 2011 begonnenen Dialogs mit Vertretern deutscher medizinischer Fachgesellschaften ist ein Themenschwerpunkt des 3. Nationalen Fachkongresses Telemedizin. Die Vorstände von 5 Wissenschaftlichen Fachgesellschaften werden ihre Sicht auf Telemedizin und leitliniengerechte Patientenversorgung darstellen und eigene Überlegungen präsentieren. Zugesagt haben: Dr. med. Franz-Josef Bartmann, Vorsitzender Ausschuss Telematik, Bundesärztekammer, Prof. Dr. med. Dr. h.c. Diethelm Tschöpe, Vorsitzender der Stiftung “Der herzkranke Diabetiker” (DHD), Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG), Prof. Dr. Dr. h.c. Ulrich R. Fölsch, Generalsekretär, Deutsche Gesellschaft für Innere Medizin (DGIM), Prof. Dr. Christiane Erley, Vizepräsidentin, Deutsche Gesellschaft für Nephrologie (DGfN), Dr. med. Ulrich Koch, Vorstand, Deutsche Dermatologische Gesellschaft (DDG) und Prof. Dr. med. Karl Walter Jauch, Präsident, Deutsche Gesellschaft für Chirurgie (DGCH). Eine anschließende Podiumsdiskussion zum Thema “Telemedizin und Leitliniengerechte Patientenversorgung” wird von Hans-Peter Bröckerhoff, E-HEALTH-COM Herausgeber aus Frankfurt/Main moderiert. Der Dialog im vergangenen Jahr zeigte, dass Telemedizin – von einigen Ausnahmen abgesehen – noch nicht in medizinischen Leitlinien abgebildet wird. In der Neurologie allerdings hat z. B. die gute Evidenz für den Nutzen strukturierter Schlaganfallnetze mit telemedizinischer Unterstützung dazu geführt, dass Telemedizin in der Schlaganfallversorgung in der DSG-Leitlinie zumindest erwähnt wird und unter strengen Auflagen über den OPS-Katalog erstattungsfähig ist. In der Kardiologie haben telemedizinische Anwendungen punktuell schon Einzug in kardiologische Leitlinien gehalten. Man darf gespannt sein, in wieweit diese Entwicklung im Laufe eines Jahres vorangeschritten ist. Die DGTelemed möchte mit der Fortführung des Dialogs mit Vertretern medizinischer Fachgesellschaften dazu beitragen, dass Telemedizin zunehmend als Teil des modernen Medizintriebs begriffen wird. Zugleich müssen für telemedizinische Anwendungen Qualitätsstandards definiert werden, die sich letztlich in Leitlinien wiederfinden sollten. Weitere Themenschwerpunkte des Kongresses sind Strategien für e-Health und Telemedizin, Intelligente Konzepte für Datenaustausch und Ressourcensharing und Telemedizin aktuell – sie versprechen ein anspruchsvolles, interessantes Themenspektrum an den beiden Kongresstagen. Veranstalter und Organisatoren bedanken sich schon jetzt bei zahlreichen Ausstellern und Sponsoren, die den Kongress unterstützen.

Weitere Informationen, Programm unter www.telemedizinkongress.de

Pressekontakt:

Deutsche Gesellschaft für Telemedizin e. V.
Wolfgang Loos
Geschäftsführendes Vorstandsmitglied
Pressesprecher
Postfach 400143
12631 Berlin
Tel.:  030-54701821
Fax: 030-54701823
E-Mail: w.loos@dgtelemed.de
www.dgtelemed.de

MEDICA Health IT Forum: neuer Name, klarer Fokus

Montag, den 02. Juli 2012 - Medizinische Informations- und Kommunikationstechnologien sind seit vielen Jahren fester thematischer Bestandteil der weltgrößten Medizinmesse MEDICA in Düsseldorf. 2011 zählte der IT-Bereich der MEDICA mehr als 400 Aussteller (MEDICA 2011 insgesamt: 4.571 Aussteller). Der einst kleine Bereich wurde 1987 durch die “MEDICA Medienstraße” ergänzt, bei der sich Ärzte über die Möglichkeiten von Praxisverwaltungsprogrammen erkundigen konnten. Ab 1998 bot dann die MEDICA MEDIA ein in die MEDICA Fachmesse integriertes Fachforum mit Vorträgen und Expertenrunden.

Stand hier anfangs vorrangig die Telemedizin im Vordergrund, so entwickelte sich das inhaltliche Spektrum der MEDICA MEDIA stetig weiter, einhergehend mit rasanten IT-basierten Fortschritten in Arztpraxen und Kliniken sowie der digitalen Vernetzung unterschiedlicher Leistungserbringer.

Der Wandel der MEDICA MEDIA hin zu einer Plattform für die gesamte Health-IT und den Kommunikationsprozess sowohl zwischen medizinischen Anwendern untereinander als auch Ärzten und Patienten findet jetzt Ausdruck in einer neuen Namensgebung: MEDICA HEALTH IT FORUM. Der Fokus wird inhaltlich klar gesetzt, orientiert sich an den Belangen der Entscheider aus Kliniken, Medizinischen Versorgungszentren und aus dem niedergelassenen Bereich (von den 134.500 Besuchern der MEDICA 2011 zeigten gut 40.000 Interesse für den IT-Bereich). Das in der Fachszene bekannte Label MEDICA MEDIA wird vorerst als Zusatz im Logo noch weitergeführt.

“Zentrale Stärke der MEDICA ist, dass sie den kompletten Behandlungs-’Workflow’ thematisiert inklusive wichtiger Schnittstellenaspekten, etwa von Medizintechnik zu medizinischer IT oder Labordiagnostik und bildgebender Diagnostik unter Einsatz leistungsstarker Hard- und Software. Dieser interdisziplinären Betrachtung wird programmatisch das MEDICA HEALTH IT FORUM Hand in Hand mit den Ausstellerangeboten gerecht”, unterstreicht Joachim Schäfer, Geschäftsführer der Messe Düsseldorf, den Vorteil der MEDICA. “Hier geht es eben nicht isoliert nur um Verwaltungssoftware für Kliniken und um Praxis-EDV. Hier geht es um das komplette Innovationsspektrum, das die Healthcare-IT zu bieten hat”, so Joachim Schäfer weiter.

Entsprechend der zukunftsweisenden IT-Trends im Gesundheitsbereich berücksichtigt das Programmangebot des MEDICA HEALTH IT FORUM (in Halle 15) die drei Schwerpunkte: eHealth, mHealth (mobile IT-Lösungen), pHealth (IT-Lösungen für personalisierte Medizin).

Im Zuge der Neubenennung wurde auch die Internetpräsenz angepasst. Unter http://www.medica-health-it-forum.de kann die “Microsite” innerhalb des MEDICA-Portals schnell und direkt aufgerufen aufgerufen werden.

Expert Circle 2012
Neben allgemeinen Informationen ist online auch eine Übersicht zum aktuellen Programmbeirat des MEDICA HEALTH IT FORUM, dem „Expert Circle“, abrufbar. Neue Mitglieder in diesem Jahr sind Prof. Dr. Silke Schmidt, Heinz-Nixdorf Lehrstuhl für Gesundheit und Prävention am Institut für Psychologie, Ernst-Moritz-Arndt Universität Greifswald, sowie Prof. Dr.-Ing. Klaus Radermacher, Lehrstuhl für Medizintechnik am Helmholtz-Institut für Biomedizinische Technik, RWTH Aachen.

Im dritten Jahr: R&D Talent Award – Premiere für App Circus
Der Nachwuchspreis des MEDICA HEALTH IT FORUM, der “R&D Talent Award” (R&D = Research & Development), geht bereits in sein drittes Jahr. Der Preis, der mit einem Preisgeld in Höhe von 1.000 Euro für den ersten und 500 Euro für den zweiten Sieger dotiert ist, richtet sich an Wissenschaftler(innen) aus Universitäten und Fachhochschulen. Dr. Volker Hempel, Geschäftsführer der Science Service Dr. Hempel GmbH (Organisator des MEDICA HEALTH IT FORUM) erklärt die Zielsetzung: “Wir wollen junge Forscher dazu bringen, sich vermehrt dem Wissenschaftstransfer in der Gesundheitswirtschaft zu widmen. Im Gegensatz zu anderen Auszeichnungen, etwa für gute wissenschaftliche Leistungen, soll mit diesem Preis honoriert werden, wer sich um den Forschungstransfer schon als Nachwuchswissenschaftler verdient gemacht hat – eine vielfach vernachlässigte Aufgabenstellung.” Der “Call for Papers” zum R&D Talent Award ist ebenfalls online zu finden.

Neues Programmelement beim MEDICA HEALTH IT FORUM ist in diesem Jahr der gemeinsam mit “dotopen” ausgestaltete “App Circus” (Informationen online unter: http://appcircus.com). Hier werden die innovativsten Health-”Apps” von ihren Schaffern präsentiert mit der Zielsetzung, Entwickler, Startup-Unternehmer und an der Programmentwicklung beteiligte Organisationen zusammenzubringen mit potenziellen Anwendern und Projektpartnern aus dem medizinischen Bereich und seitens der Kostenträger.
Quelle: MEDICA Pressemeldungen

“Ein Quantum Telemedizin ist nicht genug”

Ein Beitrag von Dr. Axel Wehmeier, Leiter Konzerngeschäftsfeld Gesundheit, Deutsche Telekom AG

Kardiologen kontrollieren das EKG ihrer Herzinsuffizienz-Patienten via Internet, Diabetologen prüfen Blutzuckerwerte online, Krebsspezialisten tauschen sich per Video aus und holen bei Kollegen eine Zweitmeinung ein: Telemedizin ist keine Zukunftsvision mehr. Die Praxisbeispiele zeigen: Telemedizin hilft dem Patienten, unterstützt die Ärzte.

Endlich gibt es auch eine Grundlage für die Abrechnung telemedizinischer Leistungen. Mit dem Versorgungsstrukturgesetz vom 1. Januar steht der Begriff Telemedizin erstmals im Sozialgesetzbuch V. Die Bundesregierung hat den Ausschuss, der den einheitlichen Bewertungsmaßstab (EBM) festlegt, verpflichtet, bis zum 31. März 2013 zu prüfen, inwieweit telemedizinische Leistungen in den Katalog aufgenommen werden können. Hiermit hat die Regierung die Option geschaffen, Telemedizin abzurechnen. Dies eröffnet neue Perspektiven.

Ein Beispiel: In Deutschland leben zwei bis drei Millionen Menschen mit Herzschwäche. 2010 war dies der zweithäufigste Anlass für eine stationäre Behandlung und die dritthäufigste Todesursache. Herzinsuffizienzpatienten, die sich telemedizinisch betreuen lassen, sind davon überzeugt. Sie müssen keine langen Anfahrten oder Wartezeiten in Kauf nehmen, stattdessen erstellen sie zu Hause selbstständig ein EKG und übersenden die Werte. Im Notfall erhalten sie rund um die Uhr Hilfe von einer Person, die ihre Gesundheitssituation kennt. So fühlen sich die Patienten sicher und gut betreut. Sie fragen sich daher: Warum gibt es nicht viel mehr solcher Anwendungen?

Wir brauchen die Telemedizin als Ergänzung zur bisherigen Versorgung schneller als gedacht. Der Städte- und Gemeindebund sagt: Auf dem Land fehlen bald 20.000 Mediziner. Schon jetzt muss ein Hausarzt in dünn besiedelten Gebieten mehr als doppelt so viele Einwohner versorgen wie sein Stadtkollege. Bis 2015 werden rund 50 Prozent der niedergelassenen Landärzte in den Ruhestand gehen, gleichzeitig entscheidet sich eine wachsende Zahl Absolventen für eine Karriere außerhalb der Arztpraxis. Parallel wächst die Zahl der über 60-Jährigen bis 2020 um 20 Prozent.

Lösungen wider die Versorgungsschere sind bereits im Praxisbetrieb – etwa das bundesweit erste flächendeckende Telemedizin-Netzwerk für Hoch-Risiko-Herzpatienten in Cottbus und Brandenburg. Patienten mit chronischer Herzschwäche werden dort rund um die Uhr aus der Ferne medizinisch betreut. Aber zu viele Patienten – ob in Fallingbostel oder in der Uckermark – müssen oft noch weite Wege zurücklegen.

Wenn wir die medizinische Versorgung langfristig sichern wollen, wird ein Quantum Telemedizin nicht genügen.


Dr. Axel Wehmeier, Leiter Konzerngeschäftsfeld Gesundheit, Deutsche Telekom AG – 13/06/2012
Quelle Text und Bild: ehealthserver.de (http://www.ehealthserver.de/entwicklung/380-ein-quantum-telemedizin-ist-nicht-genug)

Neues Telemedizin-Projekt “Mein Herz” in NRW

Medizinische Betreuung durch elektronische Ferndiagnose. Beim Telemedizin-Projekt “Mein Herz” in NRW ist das Realität. Patienten mit einer “Linksherzinsuffizienz” (Herzschwäche) werden zu Hause über einen täglichen Gesundheitscheck betreut. Sie leiten alle relevanten Daten telefonisch an den Arzt weiter. Die DAK-Gesundheit und das Herz- und Diabeteszentrum Nordrhein-Westfalen (HDZ NRW) in Bad Oeynhausen haben dazu einen entsprechenden Vertrag abgeschlossen. Die engmaschige Überwachung und schnelle Betreuung durch Spezialisten ergänzt die Behandlung durch den Hausarzt vor Ort.

Beim Projekt “Mein Herz” stehen die Medizinexperten des HDZ NRW und ihre Kooperationspartner den Teilnehmern 18 Monate, 24 Stunden am Tag, mit Rat und Tat zur Seite. Bei einer Linksherzinsuffizienz hängt die Lebensqualität der Betroffenen in erster Linie von der Früherkennung einer Verschlechterung und von der engmaschigen Betreuung durch ein gut vernetztes Team von Ärzten ab. “Mit dem Projekt helfen wir unseren Patienten, nach einer stationären Behandlung mehr über ihre Erkrankung zu lernen und selbstbestimmt und verantwortlich zu leben”, betont Wilhelm Hecker, Geschäftsführer des HDZ NRW. Peter Mager, Vertragschef der DAK-Gesundheit in Nordrhein-Westfalen, ergänzt: “Die telemedizinische Betreuung ermöglicht eine frühere Erkennung der Risikofaktoren und verbessert so spürbar die Lebensqualität von Patienten mit schwerer chronischer Erkrankung. Langfristiges Ziel ist es, die Anzahl stationärer Einweisungen zu reduzieren.”

Home-Check ermöglicht selbstbestimmtes Leben
Kernstück des Angebotes ist der tägliche Gesundheits-Check in den eigenen vier Wänden. Das HDZ NRW hat das Angebot auf die verschiedenen Bedürfnisse seiner Patienten angepasst. Patienten bekommen eine spezielle Körperwaage, die telemedizinisch Daten versenden kann. Bei Bedarf wird die Versorgung um ein Blutdruckmessgerät und gegebenenfalls auch ein EKG-Gerät erweitert. Die Gesundheitsdaten der Teilnehmer gelangen über den Telefonanschluss direkt an die telekardiologische Abteilung des Zentrums. “Wenn wir bei der Auswertung der Daten sehen, dass es den Herzkranken schlechter geht, können wir sofort reagieren. Gleichzeitig erhöhen wir die Lebensqualität der Betroffenen, indem unnötige Krankenhausaufenthalte im Sinne des Patienten vermieden werden”, sagt Privatdozent Dr. Heinrich Körtke, Leiter des Instituts für angewandte Telemedizin (IFAT) im HDZ NRW.

Patientenschulungen als Vorbereitung
Für den sicheren Umgang mit dem Home-Check werden die Patienten intensiv geschult. Nach Zusendung der Geräte werden die Patienten entweder telefonisch oder durch Schwerpunktpraxen vor Ort geschult. “Um den Therapieerfolg nachhaltig zu sichern und die Compliance des Patienten zu erhöhen, erhält der Patient regelmäßig einen Anruf aus dem Telemedizinzentrum”, sagt Mager. Die Teilnahme am Projekt ist für alle Versicherte der DAK-Gesundheit freiwillig und kostenlos. Voraussetzung für die Teilnahme ist, dass die Versicherten zuvor stationär mit der Hauptdiagnose “Linksherzinsuffizienz” behandelt wurden.Nach Schätzungen des Fritz Beske Instituts in Kiel werden die jährlichen Behandlungsfälle von Herz- und Kreislauferkrankungen in Deutschland weiter steigen: von rund 115.000 im Jahr 2000 auf 157.000 im Jahr 2020 und über 190.000 im Jahr 2050.

“Mein Herz” – Telemedizinische Versorgung von Patienten mit chronischer Herzinsuffizienz
Die chronische Herzinsuffizienz betrifft eine große Anzahl von Patienten und ist für ältere Patienten der häufigste Aufnahmegrund für eine stationäre, internistische Behandlung. Eine der wesentlichen Ursachen stellt dabei die Beeinträchtigung der Funktion der linken Herzkammer (Links-Herzinsuffizienz) dar. Dabei haben Studien das Potenzial einer strukturierten Entlassungsplanung, sektorübergreifenden Nachsorge und leitliniengerechten Arzneimittelversorgung aufgezeigt. Einige Studien wiesen nach, dass Überlebensdauer und Lebensqualität, sowohl durch die Früherkennung einer beginnenden Verschlechterung der Herzinsuffizienz, als auch durch Feedback und Schulung erheblich gesteigert werden können.

Quelle: ehealthserver.de

Medizinische Übersetzer – keine Ausnahmen von der Regel

Armbruster, Siegfried (2011). Medizinische Übersetzer – keine Ausnahmen von der Regel  Veröffentlicht in: BW polyglott, November 2011, Ausgabe 2, S. 20

Die Sicht einer kleinen, hochspezialisierten Übersetzungsagentur

Pharma- und Medizintechnikunternehmen sind in besonderem Maße regulatorischen Vorga­ben unterworfen. Projekt-Verzögerungen oder Übersetzungsfehler können schwerwiegende und kostspielige Konsequenzen haben. Deshalb sind Unternehmen aus den GxP-Branchen, die die Richtlinien für „gute Arbeitspraxis” befolgen (müssen), – Großunternehmen ebenso wie zerti­fizierte Übersetzungsagenturen – auf der Suche nach der „eierlegenden Wollmilchsau” der Über­setzungsbranche – dem medizinischen Fachüber­setzer.

Idealerweise sollten medizinische Übersetzer linguistische Kompetenz, medizinisches, phar­makologisches und technisches Fachwissen, Kenntnisse der relevanten regulatorischen Ver­ordnungen, Vorschriften und Standards sowie Kenntnisse der gängigen CAT-Tools (CAT = Com­puter assisted translation) etc. besitzen, und nach ISO 9001 und EN 15038 zertifiziert sein.

Linguistische Kompetenz

Über die erforderlichen linguistischen Kompeten­zen eines Übersetzers lässt sich diskutieren, aber nach EN 15038 muss mindestens eine der folgen­den Voraussetzungen erfüllt sein:

  • Formale höhere Übersetzungsausbildung
  • Vergleichbare Ausbildung in einem anderen Fachbereich mit mindestens zwei Jahren doku­mentierter Übersetzungserfahrung
  • Mindestens fünf Jahre dokumentierte professi­onelle Übersetzungserfahrung

In EN 15038 sind auch andere Kompetenzen fest­gelegt, wie sprachliche und textliche Kompetenz in der Ausgangs- und Zielsprache, die kontinuier­liche berufliche Weiterbildung oder die Kompe­tenzen auf dem Gebiet der Recherche.

Fachkompetenz

Wie bei den medizinischen Berufen gibt es auch bei medizinischen Übersetzern unterschiedliche Spezialisierungen. Wer sich auf die Übersetzung von Beipackzetteln und Fachinformationen kon­zentriert, ist nicht unbedingt dafür geeignet, eine Benutzeroberfläche für ein Bildarchivierungs­und Kommunikationssystem zu lokalisieren, und Spezialisten für klinische Fragebögen kennen sich nicht notwendigerweise mit chirurgischen Instrumenten aus. Ich behaupte nicht, dass man ohne medizinische Ausbildung keine guten me­dizinischen Übersetzungen erstellen kann. Wer aber auf Terminologie-Seiten im Internet im Kon­text eines orthopädischen Textes über Wirbel­säulenchirurgie zum Beispiel den englischen Be­griff „cervical” dem Gebärmutterhals zuordnet oder in einer Übersetzung schreibt „Bei Diabe­tikern besteht das primäre Behandlungsziel da­rin, möglichst niedrige Blutzuckerwerte zu er­zielen”, zeigt, dass ihm jegliches Verständnis für den Inhalt des Ausgangstextes fehlt. Dies könnte im zweiten genannten Beispiel erhebliche Kon­sequenzen nach sich ziehen, sprich Unterzucke­rung mit nachfolgendem Zuckerschock bis hin zum Tode. Eine regelmäßige Weiterbildung und fundierte Recherchekenntnisse sind deshalb un­abdingbar, um sich das entsprechende Fachwis­sen anzueignen bzw. zu erhalten.

Als hochspezialisierte Übersetzungsagentur für Medizin sind wir immer bestrebt, „den” Spe­zialisten zu finden, und Übersetzer, die in ihrem Profil angeben, dass sie in Recht, Finanzen, Mar­keting, Tourismus und Medizin spezialisiert sind, kommen gar nicht erst in die engere Auswahl.

Regulatorische Kenntnisse

Im regulatorischen Bereich haben Übersetzer wie Übersetzungsagenturen noch Nachholbedarf. Viele Normen und Richtlinien schreiben den ge­nauen Wortlaut für Übersetzungen vor, und Dis­kussionen, ob eine andere Übersetzung besser klingt als der vorgeschriebene Wortlaut, sind un­nötig. Der Kunde muss das übersetzte Dokument womöglich bei einer Zulassungsbehörde einrei­chen und jede Abweichung vom vorgeschriebe­nen Wortlaut kann zur Ablehnung führen und er­hebliche Kosten verursachen.

Regulatorische Vorgaben können sich ändern. So wurden zum Beispiel kürzlich die Standard­texte für Medikamentenbeipackzettel geändert. Übersetzer, die sich nicht regelmäßig auf der Website der Europäischen Arzneimittelbehörde (www.ema.europa.eu) über Änderungen infor­mieren, laufen Gefahr, „falsche” Übersetzungen zu liefern. Dies ist nur ein Beispiel für regulato­rische Vorgaben. Die US-Norm ASTM 2503-05 schreibt unter anderem vor, dass Produkte, die nur unter bestimmten Bedingungen in MRT-Um-gebungen (MRT = Magnetresonanztomographie) betrieben werden können, mit „MR conditional” zu kennzeichnen sind. Wer das nicht weiß (oder recherchiert), wird kaum die Übersetzung „Be­dingt MR-sicher” verwenden, die im Entwurf der DIN 6877-1:2007-12 (Magnetresonanzeinrichtun­gen für die Anwendung am Menschen) vorge­schrieben ist.

CAT-Tools

Übersetzungskosten zu senken, wird oft als der wichtigste Grund für die Verwendung von CAT-Tools genannt. Gerade in den regulierten Bran­chen ist die Konsistenz der Übersetzungen jedoch viel wichtiger. In einem Projekt für ein Pharma­unternehmen fanden wir zum Beispiel bei einem Medikament, das in sechs verschiedenen Konzen­trationen zugelassen ist, bis zu vier verschiedene Übersetzungen für die gleichen Ausgangssätze. Für die Umstellung der Dokumentation von ei­nem dokumentenbasierten System auf ein Con­tent-Management-System müssen diese Über­setzungen konsolidiert werden. Dies verursacht nicht nur einen erheblichen Aufwand bei der Da­tenkonvertierung; die Dokumente der Medika­mente, die von den Änderungen betroffen sind, müssen in ihrer geänderten Form auch von den Zulassungsbehörden genehmigt werden. Mit kun­denspezifischen Translation-Memory-Systemen können CAT-Tools dieses Problem minimieren und dadurch Kosten einsparen, die die Kosten für die Übersetzung um ein Vielfaches übertreffen.

Rollen und Aufgaben

Um als medizinischer Übersetzer oder Überset­zungsagentur mit Schwerpunkt Medizin im aktu­ellen Umfeld erfolgreich zu sein, müssen wir uns vom klassischen Rollenverständnis des Überset­zers verabschieden.

Betrachten wir einmal die Übersetzung ei­nes medizinischen Fragebogens für eine klini­sche Studie (in der Ausgangssprache 482 Wor­te). Klar, werden viele denken, die Übersetzung kann ich in ein paar Stunden machen. Aber die­se Übersetzung ist nur ein Baustein im ganzen Ablauf der Lokalisierung des Fragebogens. Schon vor Projektbeginn wird in unserer Agentur je­der Satz und jeder Begriff in einer „Begriffsana­lyse” erläutert (2123 Worte). Anschließend wird der Fragebogen von zwei spezialisierten Über­setzern übersetzt. Ein Projektkoordinator beur­teilt die beiden Vorwärtsübersetzungen (Bewer­tung der Übersetzung) und erstellt daraus eine konsolidierte Übersetzung. In der Vorwärtsüber-setzungsanalyse (2586 Worte) begründet er für jedes Segment, warum er die eine oder andere Übersetzung bevorzugt oder eine dritte Überset­zung vorschlägt. Diese Version wird durch einen Rückübersetzer zurück in die Ausgangssprache übersetzt. Die Rückübersetzung wird dann vom Auftraggeber mit dem Ausgangstext verglichen und in Form einer Rückwärtsübersetzungsanaly-se (3235 Worte) mit dem Projektkoordinator dis­kutiert, um eventuelle Kontroversen aufzulösen. Die resultierende Übersetzung wird durch einen Mediziner kommentiert und mit dem Projektko­ordinator diskutiert (ärztlicher Prüfbericht, 7059 Worte). Diese Übersetzung wird in Interviews mit fünf Patienten validiert und die Ergebnisse im Pi­lotversuchsbericht (5298 Worte) dokumentiert und diskutiert. Nach Klärung aller Fragen wird sie vom Korrekturleser kontrolliert und die Änderun­gen werden im Änderungsprotokoll (826 Worte) begründet.

Um die endgültige übersetzte Version des Fra­gebogens (556 Worte) zu erstellen, wurden ohne die E-Mail-Kommunikation und einige kleinere Dokumente mitzuzählen, Dokumente mit einem Umfang von 21 127 Worten verfasst. An dem Pro­jekt, das zwei Monate in Anspruch nahm, waren ein Projektvorbereiter (ein Medical Writer), drei Übersetzer, ein Projektkoordinator (ein Überset­zer), ein Mediziner, ein Korrekturleser (ein Über­setzer) und ein Projektmanager des Auftragge­bers beteiligt.

Maschinelle Übersetzungen werden in diesem Arbeitsablauf noch lange keine entscheidende Rolle spielen. Den großen, nicht spezialisierten Übersetzungsbüros, die „perfect” auftreten oder die die Übersetzer mit Löwenanstrengungen in die Cloud zerren möchten, droht das gleiche Schick­sal wie den Vollsortimentern im Einzelhandel, ihre Zeit ist abgelaufen. Die Arbeitsabläufe in der viel gescholtenen und durch das Internet ermöglich­ten Globalisierung verschieben das Gleichgewicht in Richtung kleiner, hochspezialisierter Teams oder kleiner, hochspezialisierter Übersetzungs­agenturen, die den Kunden qualitativ hochwerti­ge Ergebnisse liefern. Daher ist es empfehlens­wert, sich kontinuierlich weiterzubilden, denn teamfähige Übersetzer mit entsprechenden Qua­lifikationen werden zunehmend gesucht.

Armbruster, Siegfried (2011). Medizinische Übersetzer – keine Ausnahmen von der Regel  In: BW polyglott, November 2011, Ausgabe 2, S. 20