Gute Gesundheitsversorgung braucht mehr IT

bvitg_logo[bvitg-Positionspapier zur Gesundheitspolitik]
Quelle: bvitg.de

Um die zunehmende Bedeutung und die Potentiale von IT-Lösungen in einem modernen und nachhaltigen Gesundheitswesen zu würdigen, veranstaltete der Bundesverband Gesundheits-IT – bvitg e. V. am 15. Mai in der Niederländischen Botschaft in Berlin das sogenannte “Frühlingserwachen”, den parlamentarischen Abend des Verbands. Politikerinnen und Politiker verschiedener Parteien nutzten die Gelegenheit zum intensiven Dialog mit Branchenexperten.

Bernhard Calmer, Vorstandsvorsitzender des bvitg, verdeutlicht die Notwendigkeit des Austauschs: “Unser Ziel ist es, den Mehrwert der IT für das deutsche Gesundheitswesen aufzuzeigen. Die gesamte Gesundheitsversorgung profitiert von den Möglichkeiten, die mit innovativen IT-Lösungen zu realisieren sind. Dafür brauchen wir Einigkeit und Akzeptanz bei Entscheidern, Leistungserbringern, Herstellern und Patienten.”

Auch der Staatssekretär im Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie, Dr. Stefan Kapferer, betonte in seiner Begrüßungsrede die Relevanz der aufstrebenden Health IT-Branche und die Notwendigkeit der allgemeinen Akzeptanz. Eine bessere kommunikative Vernetzung zwischen den Institutionen sei notwendig. Dafür sei die Festlegung einheitlicher Standards unerlässlich.

In einer Fragerunde mit Vertretern der Bundestagsfraktionen von CDU und BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN gestanden die Politiker ein, dass bisher Chancen ungenutzt blieben. Der schleppende Aufbau der Telematikinfrastruktur und die verzögerte Einführung der elektronischen Gesundheitskarte habe die Akzeptanz verringert, und zudem dazu geführt, dass die derzeit genutzten technischen Möglichkeiten bei Weitem nicht dem heute Möglichen entsprechen – darin waren sich Birgitt Bender, MdB, Gesundheitspolitische Sprecherin BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, und Dr. Rolf Koschorrek, MdB, CDU, einig.

IT ist für ein nachhaltiges und modernes Gesundheitswesen unerlässlich: Sie schafft Effizienz, Effektivität und Transparenz bei allen Beteiligten und ermöglicht eine sektorenübergreifende Gesundheitsversorgung, die die Patienten in den Mittelpunkt stellt. Welche Voraussetzungen dafür aus Sicht des bvitg geschaffen werden müssen, beschreibt der Verband nun in dem Positionspapier „Gute Gesundheitsversorgung braucht mehr IT“. Das Positionspapier steht ab sofort auf der bvitg-Website zum Download bereit.

So zieht Bernhard Calmer ein positives Fazit des Abends, sieht aber auch noch weiteren Handlungsbedarf: “IT ist das Werkzeug für eine bessere Medizin. In den letzten Monaten hat sich einiges getan, was uns weiter voranbringen wird. Jedoch gibt es noch viele Herausforderungen zu überwinden. Dies möchten wir gemeinsam mit den Akteuren der deutschen Gesundheits-IT-Landschaft angehen”.

Das Positionspapier des bvitg e. V. finden Sie unter: http://www.bvitg.de/positionspapier.html.

Fotos des Frühlingserwachens stehen unter http://www.bvitg.de/aktivitaeten.html zum Download bereit.

Bundesverband Gesundheits-IT – bvitg e. V.
Der bvitg e. V. vertritt in Deutschland die führenden IT-Anbieter im Gesundheitswesen, deren Produkte je nach Segment in bis zu 90 Prozent des ambulanten und stationären Sektors inklusive Reha-, Pflege- und Sozialeinrichtungen eingesetzt werden. Über 70 Prozent der Unternehmen sind international tätig. Der Bundesverband ist im Frühjahr 2011 aus dem Zusammenschluss des VDAP e.V. mit dem 1996 gegründeten VHitG e. V. hervorgegangen.

Die VHitG Service GmbH, die als hundertprozentige Tochtergesellschaft des bvitg e. V. auftritt, organisiert den verbandseigenen Branchentreff conhIT – Connecting Healthcare IT.

Interview mit André Lindemann, Präsident des BDÜ

Im Rahmen unserer Serie “People who rock the industry” haben wir André Lindemann, Präsident des BDÜ (Bundesverband der Dolmetscher und Übersetzer e.V.) interviewt. Die Englische Übersetzung ist hier verfügbar.


A.LindemannHallo André. Vielen Dank für Ihre Zusage für dieses Interview. Können Sie uns etwas über Ihren Background und Ihre Karriere erzählen? Wer sind Sie und wie sind Sie zu diesem Beruf gekommen?

Ich bin unweit der deutsch-polnischen Grenze in der Mark Brandenburg aufgewachsen, wo ich auch jetzt wieder meinen Lebensmittelpunkt habe. Mittlerweile bin ich in der zweiten Hälfte meines Lebens angelangt, glücklich verheiratet und habe einen inzwischen erwachsenen Sohn.

Ursprünglich wollte ich nach meiner Schulzeit ein Studium der Kriminalistik aufnehmen. Dann habe ich mich Anfang der 80er Jahre von meinem zukünftigen Dienstherrn – dem  Innenministerium der ehemaligen DDR – überreden lassen, es doch mit einem Hochschulstudium zum Diplom-Sprachmittler (Dolmetscher und Übersetzer) zu versuchen, welches ich an der Universität Leipzig 1986 für die Sprachen Polnisch und Russisch abgeschlossen habe. Anschließend habe ich im Innenministerium bis Ende 1990 für alle Bereiche des Ressorts (Polizei, Strafvollzug, Feuerwehr usw.) gedolmetscht und übersetzt. Nach der politischen Wende und einer dreijährigen Phase des ständigen Arbeitsplatzwechsels und der beruflichen Orientierung bin ich letztendlich im Jahr 1994 wieder als angestellter Dolmetscher und Übersetzer bei der Polizei gelandet.

Sie sind Dolmetscher und Übersetzer bei der Polizei des Landes Brandenburg und nebenher selbstständig tätig. Können Sie uns einen typischen Tagesablauf beschreiben?

Wenn keine Dolmetscheinsätze außerhalb der üblichen Bürodienstzeiten oder des Sitzes der Dienststelle anstehen, fahre ich morgens über die Grenze nach Polen in mein Büro im Gemeinsamen Zentrum der deutsch-polnischen Polizei- und Zollzusammenarbeit in Świecko und unterstütze dort mit meinen Übersetzungen die Kollegen im internationalen polizeilichen Rechtshilfeverkehr oder bei der Koordinierung der deutsch-polnischen polizeilichen Zusammenarbeit. Mehrmals wöchentlich sind Gespräche, Arbeitsberatungen, Konferenzen und Fortbildungsveranstaltungen mit Vertretern polnischer und deutscher Sicherheitsbehörden (Polizei, Grenzschutz, Zoll, Staatsanwaltschaften etc.) zu dolmetschen. An meiner beruflichen Tätigkeit liebe ich gerade diese Abwechslung zwischen dem Dolmetschen und Übersetzen besonders.

Die nebenberufliche selbstständige Tätigkeit ist bei mir derzeit auf das Wahrnehmen von Terminen zum Dolmetschen bei Gerichten und das Übersetzen für einige wenige Stamm- und Neukunden beschränkt.

Den überwiegenden Teil meiner Freizeit widme ich meiner Arbeit für den BDÜ. Wie die gesamte Branche befindet sich auch der Verband in einer Phase des Wandels, den ich durch meine Tätigkeit aktiv mit gestalten darf. Die kollegiale Zusammenarbeit in den Verbandsgremien in nahezu familiärer Atmosphäre bringt mir – verbunden mit den meist positiven Ergebnissen der Arbeit, eine extrem große Zufriedenheit.

Ihre Fremdsprachen sind Russisch und Polnisch. Warum nicht auch Englisch? Wie kommt man heute, in 2013, in diesem Beruf ohne Englisch zurecht?

Mittlerweile arbeite ich als Dolmetscher sogar nur noch mit einer Arbeitsfremdsprache – Polnisch. Ich fertige zwar noch Übersetzungen aus der russischen Sprache an, bin dort aber nicht mehr als Dolmetscher tätig, weil mir nach Jahrzehnten ohne entsprechende Tätigkeit die notwendige Praxis fehlt.

In der beruflichen Praxis komme ich ganz gut ohne Englisch zurecht, dort habe ich es fast ausschließlich mit deutschen und polnischen Polizeibediensteten zu tun. Anders sieht es in meiner ehrenamtlichen Tätigkeit für den BDÜ aus, in der mein Englisch gerade bei internationalen Treffen und Konferenzen nicht immer ausreicht und leider die wenigsten Teilnehmer Polnisch sprechen. Deshalb versuche ich gerade, meine Kenntnisse der englischen Sprache ein wenig aufzufrischen. In wichtigen Gesprächen vertraue ich dann aber immer auch auf die Unterstützung eines kompetenten Dolmetschers.

Sie sind Präsident des BDÜ. Können Sie uns etwas über den BDÜ erzählen – seine Ziele, Strukturen und Aufgaben?

Der Bundesverband der Dolmetscher und Übersetzer e.V. (BDÜ) ist mit über 7.000 Mitgliedern der größte deutsche Berufsverband der Branche. Er repräsentiert etwa 80 Prozent aller organisierten Übersetzer und Dolmetscher in Deutschland und ist Ansprechpartner für Politik, Industrie, Handel sowie bei allen Fragen bezüglich der Aus- und Weiterbildung von und für Sprachmittler. Erfahrene Mitglieder des Verbandes treten beispielsweise auch als Gutachter für Übersetzungen, als Prüfer an staatlichen Prüfungsämtern oder als Berater bei der Entwicklung neuer Fachausbildungen auf.

Der BDÜ vertritt seit über 50 Jahren die Interessen von professionellen Dolmetschern und Übersetzern. Als Dachverband repräsentiert der BDÜ-Bundesverband mit Sitz in Berlin die ihm angeschlossenen 13 Mitgliedsverbände. Die Mitgliedsverbände arbeiten auf Ebene der Bundesländer oder berufsgruppenorientiert wie zum Beispiel der „Verband der Konferenzdolmetscher e.V. (VKD) im BDÜ“. International ist der BDÜ mit europäischen Organisationen wie z. B. EULITA oder FIT Europe sowie dem Weltdachverband der Übersetzer FIT, und der CIUTI vernetzt.

BDÜ_ Logo (Internet)Wie sind Sie zu dieser Position als Präsident des BDÜ gekommen?

Die einfache Antwort auf diese Frage wäre, dass mich die Mitgliederversammlung des Verbandes in diese Funktion gewählt hat. Allerdings engagiere ich mich schon sehr lange in der Verbandsarbeit:  Ich bin seit 1993 Mitglied im BDÜ und habe zwei Jahre später meine „Karriere“ im Landesverband Berlin-Brandenburg begonnen, wo ich bis Januar 2009 in verschiedenen Funktionen, zuletzt als Vorsitzender des Landesverbandes, tätig war. Ein paar Monate später wurde ich in den Bundesvorstand des Verbandes gewählt, habe mich dort insbesondere um die Bereiche des Dolmetschens und Übersetzens im juristischen Bereich sowie die Tätigkeit der angestellten Dolmetscher und Übersetzer gekümmert. Im April 2011 in Speyer wurde ich dann zum Präsidenten des BDÜ gewählt.

Können Sie uns etwas über die Petition zur Erhöhung der Honorare und Vergütungen der für die Justiz tätigen Dolmetscher und Übersetzer und Ihr Engagement dafür erzählen?

Der BDÜ und die anderen deutschen Berufsverbände kämpfen seit Jahrzehnten um eine auskömmliche Vergütung der Dolmetscher und Übersetzer – sowohl derjenigen, die für die Justiz tätig sind, als auch derjenigen, die in anderen Bereichen tätig sind. Wir haben in den letzten Jahren in Vorbereitung der Novelle des Justizvergütungs- und –entschädigungsgesetzes (in dem Gesetz wird unter anderem die Vergütung von Dolmetschern und Übersetzern geregelt, die von den Justiz- und Strafverfolgungsbehörden hinzugezogen werden) unsere inhaltlichen Positionen erarbeitet und abgestimmt, unzählige Gespräche mit Ministerien und Abgeordneten geführt und immer wieder Argumentationen zur Untermauerung unserer einzelnen Positionen dargelegt.

Allein im Justizbereich ist die Vergütung für die freiberuflich tätigen Kolleginnen und Kollegen in Deutschland gesetzlich geregelt, weshalb die Vertretung der Interessen unserer Mitglieder hier besonders wichtig ist. Davon kann eine gewisse Signalwirkung für die gesamte Branche ausgehen..

Nachdem unsere Forderungen in den veröffentlichten Gesetzentwürfen nur unzureichend Berücksichtigung fanden, wurde nach weiteren Wegen der Einflussnahme auf die politischen Entscheidungsträger gesucht und dabei erstmals auch eine e-Petition beim Deutschen Bundestag eingereicht. Aufgrund der mangelnden Erfahrung und der schwierigen Mobilisierung einer in Deutschland eher kleinen Branche bin ich mit dem Ergebnis nicht ganz unzufrieden:  Immerhin haben 4.915 Mitzeichner die Petition unterstützt.
Darüber hinaus haben sich nach meiner Kenntnis erstmals in der Geschichte auch sehr viele einzelne Dolmetscher und insbesondere betroffene Übersetzer mit persönlichen Schreiben an Abgeordnete und Ministerien gewandt und so den Druck auf die Politik noch einmal erhöht.

Wir können in den letzten Jahren Fortschritte in der Wahrnehmung der Branchenvertreter durch die Politik verzeichnen. Inzwischen fragen Politiker aus eigener Initiative nach der Expertise unseres Verbandes, wenn es um unsere berufliche Tätigkeit geht. Erstmals wurde in der Person des BDÜ-Präsidenten auch ein Vertreter des Berufsstandes zu einer öffentlichen Anhörung im Bundestag geladen.

Die weiteren Beratungen des Bundestags zu dem Gesetzespaket am 16. Mai werden zeigen, inwieweit die Interessenvertretung für unsere Mitglieder Früchte getragen hat. Ich bin nach uns vorliegenden aktuellen Informationen zuversichtlich, dass die Ergebnisse dieser Arbeit im für den Frühsommer avisierten Gesetz für viele Kollegen zumindest eine spürbare Verbesserung der Vergütung bringen werden, auch wenn diese naturgemäß etwas hinter den durchaus hochgesteckten Zielen zurückbleibt und möglicherweise nicht alle zufriedenstellen wird.

Wie reagieren Sie als Verband auf die zunehmende Globalisierung und den dadurch entstehenden Druck auf die Preise?

Die Globalisierung der Wirtschaft bietet unserer Branche zunächst einmal auch viele Vorteile. Denn alle diejenigen, die etwas exportieren oder importieren wollen, müssen hierfür mit ihren ausländischen Partnern kommunizieren. Darüber hinaus müssen auch Verträge, Betriebsanleitungen und vieles andere mehr von einer Sprache in die andere übertragen werden. Dafür braucht man qualifizierte Kräfte, und alle Prognosen gehen davon aus, dass im Bereich der Sprachmittlung weiterhin ein jährliches Wachstum von 10% zu erwarten ist. Das ist die eine Seite. Aber natürlich nimmt mit der Globalisierung auch der Kampf um die Aufträge zu, so dass tatsächlich die Preise unter Druck geraten sind. Auf den deutschen Markt und dessen Preise hat dies allerdings nach eigenen Untersuchungen nur bedingt Einfluss. Die Honorarumfragen des BDÜ in den letzten Jahren zeigen eher stabile Preise bzw. leicht steigende Honorare.

Zu den wichtigsten Aufgaben eines Berufsverbandes gehört für uns die Information der Öffentlichkeit und insbesondere der potentiellen Auftraggeber über die Bedeutung der Qualität von Sprachdienstleistungen, die Möglichkeiten der Suche nach einem qualifizierten Sprachmittler, die Vorteile von hausinternen Sprachdiensten und die Gefahren von maschinellen Übersetzungen. Daneben legen wir im Verband großen Wert auf die Fortbildung unserer Mitglieder, vor allem im unternehmerischen Bereich.  Insgesamt bietet der BDÜ jährlich weit mehr als 250 verschiedene Weiterbildungsveranstaltungen an. Als Verband haben wir festgestellt, dass diejenigen Kolleginnen und Kollegen am erfolgreichsten sind, die für sich eine klare Spezialisierung benennen können, sich mit dieser entsprechend auf dem Markt positionieren und ein unternehmerisches Bewusstsein haben. Daher arbeiten wir daran, die unternehmerischen Kompetenzen unserer Mitglieder beständig zu verbessern und sie auf ihrem Weg in die Spezialisierung zu unterstützen.

Was unternehmen Sie als deutscher Verband oder zusammen mit anderen Verbänden, damit sich Übersetzer besser auf dem internationalen Markt positionieren können?

Der BDÜ stellt seinen Mitgliedern zum Beispiel vielfältige Möglichkeiten eines allgemeinen bzw. kundengruppenspezifischen Marketings über die Online-Suche auf der Internetseite des Verbandes oder diverse Fachlisten von spezialisierten Dolmetschern und Übersetzern zur Verfügung. Andererseits verstärkt der Verband seine Angebote zur Fortbildung gerade auf dem Gebiet der unternehmerischen Basiskompetenz seiner Mitglieder. So wurden ihnen zum Beispiel im vergangenen Jahr zwei Reihen kostenfreier Webinare zu verschiedenen Themen wie Kalkulation, Angebotserstellung, Preisverhandlungen und ähnlichem angeboten.

Wie sehen Sie den deutschen Übersetzungsmarkt?

Auch wenn Deutschland nicht mehr Exportweltmeister ist, so spielt der Export nach wie vor eine sehr große Rolle für die deutsche Wirtschaft. Daraus folgt natürlich auch ein hoher Übersetzungsbedarf, wobei der Zeitfaktor immer mehr zum entscheidenden Element wird. Denn oft müssen Übersetzungen von Handbüchern, Bedienungsanleitungen oder Webseiten in mehreren Sprachen zeitnah und gleichzeitig fertig sein.

Im Gegensatz zu den Übersetzungsmärkten mancher anderer Länder ist der deutsche Übersetzungsmarkt trotz dieser Anforderungen immer noch sehr stark fragmentiert, das heißt, es gibt sehr viele Einzel- oder Kleinstunternehmen und nicht ganz so viele große Unternehmen. Dies zeigt auch die Statistik, wonach von den laut Mikrozensus etwa 38.000 Dolmetschern und Übersetzern in Deutschland mehr als die Hälfte aller Übersetzer selbstständig tätig ist und alleine arbeitet. Aber gerade um auf die oben dargestellten Anforderungen aus der Wirtschaft qualifiziert reagieren zu können, wird es zunehmend notwendig sein, Netzwerke zu bilden und genau hierbei kann die im Verband mögliche Vernetzung den notwendigen Wettbewerbsvorteil bieten.

Wie sieht Ihrer Meinung nach die Zukunft der Übersetzer und Dolmetscher aus?

Natürlich habe ich keine Kristallkugel, in der ich die Zukunft sehen kann. Aber wohin die Reise in der Zukunft gehen wird, wurde bereits angesprochen. Wir gehen davon aus, dass der Markt der Sprachdienstleistungen bei fortschreitender Globalisierung weiterhin dynamisch wachsen wird. Damit wird sich die beschriebene Tendenz des wachsenden Termin- und Kostendrucks und somit eines zunehmenden Wettbewerbs fortsetzen.

Für die heutigen und zukünftigen Übersetzer und Dolmetscher wird es darauf ankommen, mit einer fundierten sprachlichen und translatorischen Ausbildung als qualifizierte Übersetzer und/oder Dolmetscher ihre Arbeit richtig machen zu können. Hinzu kommt die fachliche Spezialisierung, was auch das Prinzip des „Lifelong Learning“ mit einschließt. Und als Drittes ist die Bereitschaft zu nennen, entweder projektbezogen oder dauerhaft in multilingualen und leistungsübergreifenden Netzwerken zusammenzuarbeiten und das eigene unternehmerische Profil so dem Markt anzupassen, dass sie dem Kunden einen höheren Mehrwert anbieten und sich selbst ein auskömmliches Einkommen sichern können. Denn in einem Punkt bin ich mir sehr sicher: trotz der Tatsache, dass praktisch jeder irgendwie in Englisch kommunizieren können wird, und trotz immer besserer maschineller Übersetzungstools wird man IMMER diejenigen brauchen, die zuverlässig und kompetent zwischen zwei Sprachen und damit auch zwischen zwei Kulturen vermitteln können.

 

Europas bedeutendster Branchenevent für Healthcare IT beginnt in Berlin mit neuem Ausstellerrekord

Logo_conhIT_BerlinDienstag, den 09. April 2013 - Mit 320 Ausstellern aus 14 Ländern öffnet am Dienstag, 9. April, die conhIT in Berlin ihre Tore auf dem Messegelände unter dem Funkturm. An drei prall gefüllten Veranstaltungstagen können sich die Teilnehmer auf Europas bedeutendstem Branchenevent für Healthcare-IT umfassend über die neuesten IT-Lösungen für das Gesundheitswesen und die aktuellen Trends der Branche informieren. Die Zahl der Aussteller ist gegenüber der Vorjahresveranstaltung um 18 Prozent gewachsen. Damit übertrifft die conhIT die Spitzenwerte der letzten Veranstaltung und erzielt einen neuen Ausstellerrekord.

Etwa 6.000 Fachbesucher werden in Berlin erwartet. Schirmherr der conhIT 2013 ist Daniel Bahr, Bundesminister für Gesundheit.

“In Berlin begegnet die Branche der gesamten Bandbreite der Healthcare IT. Ob Fort- und Weiterbildung in Kongress und Akademie, Produktschau auf der Industrie-Messe oder intensiver Austausch im Rahmen der Networkingveranstaltungen – auf der conhIT finden Besucher und Aussteller alle Angebote, die heute wichtig sind”, erläutert Bernhard Calmer, Vorstandsvorsitzender des Bundesverbands Gesundheits-IT – bvitg e. V. Der Verband hatte die conhIT 2008 als Branchentreff initiiert.

conhIT international – Belgien ist Partnerland
Neben Unternehmen aus Europa sind auch Aussteller aus Taiwan, Korea, Israel und den USA angereist. Mit Belgien hat die conhIT in diesem Jahr auch wieder ein offizielles Partnerland. Mehr als 20 belgische Unternehmen präsentieren ihre innovativen e-Health-Projekte in Berlin. Darüber hinaus bereichert Belgien auch mit einer eigenen Kongress-Session, verschiedenen Networking-Events und zahlreichen weiteren Veranstaltungen die conhIT.

Als politische Repräsentanten des Partnerlandes Belgien nehmen der Ministerpräsident der Flämischen Regierung Kris Peeters und der belgische Botschafter Renier Nijskens an der conhIT teil. Auch der Flämische Gesundheitsminister Jo Vandeurzen wird die Veranstaltung besuchen und Teil einer mehrköpfigen offiziellen Delegation aus Flandern sein.

“Die conhIT hat mit einer Internationalität von 21 Prozent den Anteil der ausländischen Aussteller gegenüber dem Vorjahr verdoppelt und damit einen neuen Rekord aufgestellt. Mit Belgien als Partnerland und Fachbesuchern aus allen Teilen der Welt unterstreicht die conhIT eindrucksvoll ihre Position als Leitveranstaltung für Healthcare IT”, so Dr. Christian Göke, Geschäftsführer der Messe Berlin.

Alle Innovationen der Healthcare IT auf einen Blick
Die conhIT ist das Schaufenster für Gesundheits-IT. Alle Marktführer und zahlreiche etablierte Mittelständler zeigen, mit welchen neuen IT-Lösungen die Patientenversorgung und das Gesundheitswesen von morgen effizienter gestaltet und qualitativ verbessert werden können. Auf 12.000 Quadratmetern bekommen die Besucher der Industrie-Messe einen kompletten Marktüberblick über die Produkte und Services der Healthcare IT-Branche. Das gibt es in so komplexer und zugleich konzentrierter Form nur auf der conhIT in Berlin.

Auch innovative Startups nutzen die Marketingchancen der Industrie-Messe, genau wie die zahlreichen Fachverbände, Consultants, Forschungseinrichtungen Hochschulen und Berater. Die beiden Bereiche Medizintechnik und Telematik haben sich in diesem Jahr noch weiter auf der Messe etabliert. Mit speziellen Themenführungen wird der Blick für Topthemen der Industrie-Messe, wie beispielsweise Mobilität und Interoperabilität, geschärft.

Kongress, Akademie und Networking
Mit 13 Kongress-Sessions, vier Akademie-Seminaren und 99 Networking-Events übertrifft die conhIT 2013 bei weitem das Veranstaltungsprogramm der vergangenen Jahre. Auch die fachliche Qualität stimmt, die Liste der insgesamt 90 Referenten liest sich wie das Who-is-Who der Branche. Usability und Mobility, Health Data Analytics oder Datensicherheit sind nur einige der vielen Themen, die auf der conhIT zur Auswahl stehen. Das heißt: Um den Wissensdurst zu stillen und sich auf professionellem Niveau über topaktuelle Themen der Branche auszutauschen – genau dafür bietet die conhIT allen Brancheninsidern exzellente Möglichkeiten.

Aussteller und Fachbesucher haben auch am Nachmittag vielfältige Gelegenheiten, themenspezifisch miteinander ins Gespräch zu kommen oder gemeinsame Ideen zu entwickeln und Geschäfte anzubahnen. Die Angebots-Palette des Networkingprogramms ist bunt und reicht von Workshops über Krankenhausexkursionen bis zu Match-Making-Sessions und Abendveranstaltungen in lockerer Atmosphäre.

Ab sofort können sich conhIT-Teilnehmer die kostenlose conhIT-App im Google Play und App Store herunterladen. Mit der App können Veranstaltungen nach Tagen und Zeitfenstern sowie Kategorien gefiltert und zum Smartphone-Kalender hinzugefügt werden.

Karriereplattform conhIT
Die zunehmende Nachfrage nach IT-Lösungen im Gesundheitswesen führt auch zu einem steigenden Bedarf an gut ausgebildeten Mitarbeitern. Sowohl für die IT-Hersteller als auch für die Krankenhaus-IT-Abteilungen bietet die conhIT beste Chancen, sich als attraktiver Arbeitgeber vorzustellen, ob live vor Ort oder auch im “conhIT-Karriere Guide”. Neben speziellen Angeboten für Studierende, die sich über Ausbildungs- und Einstiegsmöglichkeiten in der Branche informieren möchten, gibt es eine große Jobbörse und ein Karriere-Get-Together, zu dem alle conhIT-Teilnehmer eingeladen sind. Am 10. April, dem “conhIT-Recruiting Day”, finden zahlreiche Veranstaltungen rund um das Thema Karriere statt, darunter der Karriere-Worskhop mit anschließender Verleihung des conhIT-Nachwuchspreises für die beste Abschlussarbeit zum Thema Healthcare IT.

Über die conhIT – Connecting Healthcare IT
Die conhIT richtet sich an Entscheider in den IT-Abteilungen, im Management, der Medizin und Pflege sowie an Ärzte, Ärztenetze und Medizinische Versorgungszentren, die sich über die aktuellen Entwicklungen von IT im Gesundheitswesen informieren, Kontakte in der Branche knüpfen und sich auf hohem Niveau weiterbilden wollen. Als integrierte Gesamtveranstaltung mit Industrie-Messe, Kongress, Akademie und Networking-Events bündelt sie an drei Tagen die Angebote, die für die Branche attraktiv sind. Die conhIT, die 2008 vom Bundesverband Gesundheits-IT – bvitg e.V. als Branchentreff der Healthcare IT initiiert wurde und von der Messe Berlin organisiert wird, hat sich mit über 270 Ausstellern und rund 5.300 Besuchern in 2012 zu Europas wichtigster Veranstaltung rund um IT im Gesundheitswesen entwickelt.

Die conhIT 2013 wird in Kooperation von den Branchenverbänden Bundesverband Gesundheits-IT – bvitg e. V., GMDS (Deutsche Gesellschaft für Medizinische Informatik, Biometrie und Epidemiologie) e. V., BVMI (Berufsverband Medizinischer Informatiker) e. V. sowie unter inhaltlicher Mitwirkung von KH-IT (Bundesverband der Krankenhaus-IT-Leiterinnen/Leiter) e. V. und ALKRZ (Arbeitskreis der Leiter der Klinischen Rechenzentren der Universitätskliniken Deutschland) gestaltet.

www.conhit.de

Interoperabilität: Gemeinsamer Standard für elektronische Patientenakten

Logo_conhIT_BerlinMittwoch, den 03. April 2013 - Mit der Vorstellung der Spezifikation 2.0 der Elektronischen FallAkte (EFA) und des IHE-Cookbook legt die deutsche Gesundheits-IT-Branche bei der conhIT 2013 das Fundament für einen breiten Einsatz übergreifender elektronischer Patientenakten in Deutschland. Künftig können Anwender elektronische Akten unterschiedlicher Ausprägung nutzen, bei denen zukunftssichere Standards zum Einsatz kommen. So wird nicht nur ein sicherer Austausch von Patientendaten gewährleistet, sondern auch Investitionssicherheit für Anwender und Hersteller erreicht.

Elektronische Patientenakten, die dem Austausch von Patientendaten im Rahmen regionaler oder überregionaler Versorgungsnetze dienen, werden in Deutschland bisher nur punktuell genutzt. Ein Grund dafür ist, dass es bis dato keine einheitlichen technischen Standards für solche Akten gab, was den Anwendern die Auswahl einer geeigneten Lösung und den Herstellern die Entwicklung von Produkten erschwert hat. Doch diese Zeiten sind jetzt vorbei. Bei der conhIT 2013 wird erstmals die neue EFA-Spezifikation 2.0 vorgestellt, die technische Hürden bei der Umsetzung von IT-gestützten übergreifenden Versorgungsszenarien im deutschen Gesundheitswesen beseitigt.

Die EFA-Spezifikation 2.0 berücksichtigt IHE-Profile und die darin niedergelegten Standards und genügt damit den internationalen Anforderungen an standardisierte Gesundheits-IT-Lösungen. Sie ist das Ergebnis einer wegweisenden Kooperation von Anwendern, Herstellern und Informatikexperten. Beteiligt waren der Verein Elektronische FallAkte, Fraunhofer FOKUS, IHE Deutschland und die AG Interoperabilität des Bundesverband Gesundheits-IT – bvitg e. V.

Neben der EFA wurden zwei andere Aktentypen bearbeitet, die auf derselben Basis – IHE – beruhen: die Persönliche Elektronische Patientenakte (PEPA) und die einrichtungsübergreifende Elektronische Patientenakte (eEPA). Niedergelegt sind alle drei Spezifikationen im “IHE-Cookbook – Aktenbasierte, einrichtungsübergreifende Bild- und Befundkommunikation”, das ebenfalls auf der conhIT präsentiert wird.

Bessere Akzeptanz, höhere Investitionssicherheit
Die Elektronische FallAkte in ihrer bisherigen Version geht auf eine Initiative der deutschen Krankenhäuser zurück. Sie gilt als die derzeit am meisten eingesetzte elektronische Patientenakte in medizinischen Versorgungsnetzen in Deutschland. “Die Fallakte ist zweckgebunden und damit zugeschnitten auf den Einsatz in spezifischen Behandlungskontexten. Sie erlaubt es, in einem solchen Rahmen unter strenger Einhaltung datenschutzrechtlicher Vorgaben effizient Daten auszutauschen”, betont Dr. Jörg Caumanns vom Competence Center E-Health am Fraunhofer FOKUS.

Dass die EFA jetzt IHE-konform vorliegt, hat Vorteile für Anwender und Hersteller gleichermaßen. “Von Anwenderseite ist entscheidend, dass Patientenaktenlösungen keine Eintagsfliegen sind. Die Standardisierung der EFA erhöht die Akzeptanz bei Herstellern, Politik und Verbänden und trägt damit zur langfristigen Etablierung dieses Aktentyps bei. Das gibt den Anwendern die Sicherheit, die sie bei der Investitionsentscheidung für eine neue IT-Lösung benötigen”, betont Volker Lowitsch, CIO des Universitätsklinikums Aachen und Vorsitzender des Vereins Elektronische FallAkte.

Die Telematikinfrastruktur im Blick
Auch herstellerseitig bedeutet die Migrierung der EFA in Richtung IHE mehr Berechenbarkeit: “Der Einsatz internationaler Standards und die Tatsache, dass unterschiedliche in Deutschland übliche Aktentypen jetzt technisch kompatibel sind, werden dazu führen, dass Unternehmen sehr viel eher bereit sind, in entsprechende Module ihrer IT-Systeme zu investieren. Die EFA wird dadurch auch für den internationalen Markt interessant. Letztlich wird das nicht nur die Zahl der verfügbaren Patientenaktenlösungen erhöhen, sondern auch den Nutzerkomfort”, sind sich die im EFA-Projekt engagierten Vertreter des bvitg e. V. – Vorstand Jörg Holstein und die Leiter der AG Interoperabilität, Dr. Ralf Brandner, Olaf Dörge und Dr. Frank Oemig, sicher.

Zukunftssicher sind die EFA und die anderen im IHE-Cookbook niedergelegten Aktentypen auch deswegen, weil sie schon heute die im Aufbau befindliche Telematikinfrastruktur im Blick haben. So gibt es eine enge Kooperation zwischen der Elektronischen FallAkte und der für die elektronische Gesundheitskarte zuständigen gematik. “Seitens des bvitg setzen wir uns mit Nachdruck dafür ein, dass das gemeinsam geschaffene Aktenkonzept für einen Einsatz im Rahmen der Telematikinfrastruktur geeignet ist. Es gibt aus unserer Sicht keinen Grund mehr, in Vernetzungsszenarien Patientenaktenlösungen einzusetzen, die nicht den jetzt vorgelegten Standards genügen”, betont Andreas Kassner, der das Projekt für IHE Deutschland und bvitg begleitet hat.

Die Rahmenbedingungen müssen stimmen
Entscheidend wird sein, dass die technischen Standards von Anwendern und Herstellern nun mit Leben gefüllt werden. So können EFA-Provider auf Basis der FallAkte Services für typische intersektorale Kommunikationsabläufe entwickeln, beispielsweise klinische Pfade oder Dienste zur Verbesserung der Arzneimitteltherapiesicherheit. Auch die Entwicklung kreativer Geschäftsmodelle steht bisher erst in den Startlöchern. “Das Interesse der Anwender an FallAkten ist jedenfalls enorm gewachsen. Dadurch entsteht die nötige Dynamik. Zusätzlich müssen Politik und Selbstverwaltung die nötigen Rahmenbedingungen schaffen, damit die von allen gewünschten regionalen Versorgungsnetze auch betriebswirtschaftlich arbeiten können”, sind sich alle Beteiligten einig.

Über die conhIT – Connecting Healthcare IT
Die conhIT richtet sich an Entscheider in den IT-Abteilungen, im Management, der Medizin und Pflege sowie Ärzte, Ärztenetze und MVZs, die sich über die aktuellen Entwicklungen von IT im Gesundheitswesen informieren, Kontakte in der Branche knüpfen und sich auf hohem Niveau weiterbilden wollen. Als integrierte Gesamtveranstaltung mit Industrie-Messe, Kongress, Akademie und Networking-Events bündelt sie an drei Tagen die Angebote, die für die Branche attraktiv sind. Die conhIT, die 2008 vom Bundesverband Gesundheits-IT – bvitg e.V. als Branchentreff der Healthcare IT initiiert wurde und von der Messe Berlin organisiert wird, hat sich mit über 270 Ausstellern und rund 5.300 Besuchern in 2012 zu Europas wichtigster Veranstaltung rund um IT im Gesundheitswesen entwickelt.

Die conhIT 2013 wird in Kooperation von den Branchenverbänden Bundesverband Gesundheits-IT – bvitg e. V., GMDS (Deutsche Gesellschaft für Medizinische Informatik, Biometrie und Epidemiologie) e. V., BVMI (Berufsverband Medizinischer Informatiker) e. V. sowie unter inhaltlicher Mitwirkung von KH-IT (Bundesverband der Krankenhaus-IT-Leiterinnen/Leiter) e. V. und ALKRZ (Arbeitskreis der Leiter der Klinischen Rechenzentren der Universitätskliniken Deutschland) gestaltet.

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Übersetzungen: Auswahl der Dienstleister, Arbeitsabläufe, Qualitätskontrolle

“Sie können doch ausländisch? Sie organisieren unsere Übersetzungen.” – Dies ist in überspitzter Form die Aussage, die wir in Gesprächen mit unseren Kunden immer wieder hören, wenn sie uns erzählen, wie ihnen die Aufgabe des Übersetzungsmanagements in ihren Unternehmen “zugeteilt” wurde. Und dann beginnen die Probleme:

• wo finde ich einen geeigneten Dienstleister (Freiberufler oder Übersetzungsagentur)?
• nach welchen Kriterien kann ich die Eignung überprüfen?
• welche Arbeitsabläufe gibt es in der Übersetzungsbranche?
• was muss ich tun, um ein Übersetzungsprojekt vorzubereiten bzw. dessen ordnungsgemäßen Ablauf zu überwachen?
• wie kann ich die Qualität kontrollieren?
• was kostet das eigentlich?
• usw.

Auf all diese Fragen werden wir in unserem Webinar für Endkunden eingehen. Nach dem Webinar werden Sie in der Lage sein, zielgerichtet einen Dienstleister (Freiberufler oder Übersetzungsagentur) für Ihre jeweiligen Übersetzungsanforderungen zu finden, Projekte zu planen, budgetieren und durchzuführen. Der unbeliebte Job, bei dem man in der Vergangenheit viel zu häufig Kritik wegen zu hoher Kosten, verspäteter Lieferung oder mangelhafter Qualität einstecken musste, wird plötzlich eine transparente Aufgabe, ohne irgendwelche versteckten Minenfelder.

Datum: 23. April 2013 um 14h00
Dieses Webinar ist gratis.
Alle Infos und Anmeldung: hier

Ressourcenmanagement im Krankenhaus: Potenziale längst noch nicht ausgeschöpft

Logo_conhIT_BerlinFreitag, den 08. März 2013 - Was modernes Ressourcenmanagement im Krankenhaus leisten kann, lässt sich am besten am Beispiel der OP-Planung ablesen: “Hier hat sich in den letzten Jahren sehr viel getan”, sagt Angelika Händel vom Universitätsklinikum Erlangen. “In vielen Kliniken können die am Prozess beteiligten Mitarbeiter heute jederzeit sehen, wie die aktuelle OP-Auslastung ist, was der Stand bei einzelnen Operationen ist und wann der nächste Patient eingeschleust werden kann.” Auch die Bestellung von OP-Materialien und die Belegungsplanung sind ohne IT-Unterstützung kaum noch denkbar.

Dass gerade der Operationstrakt in Sachen IT-gestütztes Ressourcenmanagement ein Vorreiter ist, wundert nicht: “Ein leerstehender Operationssaal kostet mehrere tausend Euro pro Stunde. Das wollen sich die Krankenhäuser in Zeiten, in denen viele von ihnen an der Grenze zur Wirtschaftlichkeit agieren müssen, nicht leisten”, betont Dr. Christoph Seidel, CIO am Klinikum Braunschweig. Zusammen mit Angelika Händel, die auch als Vorstandsmitglied des Deutschen Verbandes Medizinischer Dokumentare (DVMD) aktiv ist, hat Seidel, u.a. Vorsitzender des Compentence Centers für die Elektronische Signatur im Gesundheitswesen (CCESigG), auf der conhIT 2013 den Vorsitz einer Kongress-Session zum Thema Ressourcenmanagement übernommen.

Multidimensionales Ressourcenmanagement bringt maximalen Nutzen
Effizienzreserven bei der Ressourcenplanung schlummern auch jenseits des Operationstrakts – nur sind sie da bisher noch längst nicht überall mobilisiert. “Generell kann man sagen, dass das IT-gestützte Ressourcenmanagement an den Stellen gut funktioniert, wo es darum geht, aus dem klinischen Informationssystem einen Auftrag auszulösen, beispielsweise für eine radiologische Untersuchung”, so Seidel. Diese Aufträge werden um medizinische Informationen ergänzt und an die Bestellung eines Patiententransports gekoppelt. In vielen Kliniken ist das ein effizienter und automatisierter Prozess.

Wenn es allerdings darum geht, komplexe Planungsprozesse mit IT-Unterstützung zu organisieren, stoßen viele Krankenhäuser rasch an Grenzen: “Sobald bei der Planung mehrere Faktoren gleichzeitig berücksichtigt werden müssen, die vielleicht auch noch in unterschiedlichen Abteilungen angesiedelt sind, wird es schwierig. Mit einer solchen multidimensionalen Herangehensweise sind die meisten IT-Systeme derzeit noch überfordert”, so Händel.

Beispiele dafür gibt es viele. Ein krankenhausweites Terminmanagement steht auf der Wunschliste zahlreicher Klinik-CIOs ganz weit oben. Dafür müssten Informationen aus ganz unterschiedlichen IT-Systemen berücksichtigt werden – im Alltag oft ein Wunschtraum, insbesondere dann, wenn die Systeme nicht vom gleichen Hersteller kommen. “Wir haben im Kliniksektor mit HL7 einen hervorragenden Standard bei der Kommunikation von Information. Was wir aber nicht haben, sind übergreifende Standards für das Ressourcenmanagement”, betont Seidel.

Effizienz ist auch im Interesse des Patienten
Die Industrie ist sich dieser Defizite bewusst, wie Andreas Kassner vom Bundesverband Gesundheits-IT – bvitg e. V. betont: “Die Komplexität des Klinikalltags führt dazu, dass der Mensch in vielen Fällen noch immer als Schnittstelle herhalten muss. Es gibt deswegen sicher einen Bedarf nach mehr Standardisierung. Die Krankenhäuser sollten hier mit den Herstellern in den Dialog treten und konkrete Verbesserungsvorschläge machen.”

Klar ist: Ein effizientes Ressourcenmanagement im Krankenhaus spart nicht nur Geld, sondern auch Nerven. “Bei guter Ressourcenplanung muss es einfach nicht sein, dass Patienten den ganzen Tag auf eine Operation warten oder sich in der Ambulanz die Beine in den Bauch stehen”, so Händel. Zwar ist ein Krankenhaus keine Automobilfabrik. “Aber es sollte mit IT-Unterstützung schon möglich sein, auch das Unplanbare zumindest in gewissen Grenzen planbar zu machen.”

Mehr zum Thema auf der conhIT 2013
Am conhIT-Donnerstag, dem 10. April 2013, berichten Experten in der Kongress-Session 7 “Ressourcenmanagement” in mehreren Vorträgen über aktuelle Erfahrungen aus der Krankenhauspraxis.

Auch im niedergelassenen Bereich profitieren Leistungserbringer und Patienten von Tools zur Optimierung des Praxisbetriebes, etwa durch die Online-Terminvergabe. Diesem Thema widmet sich, ebenfalls am 10. April 2013, das conhIT-Forum “focus Online-Services von Ärzten für Patienten”.

Interessierte, die sich schon vor der conhIT über Produkte und Dienstleistungen aus dem Themengebiet informieren möchten, können über den conhIT-Virtual Market Place nach entsprechenden Ausstellern suchen und bei Bedarf schon jetzt einen Gesprächstermin auf der Industrie-Messe vereinbaren.

Über die conhIT – Connecting Healthcare IT
Die conhIT richtet sich an Entscheider in den IT-Abteilungen, im Management, der Medizin und Pflege sowie Ärzte, Ärztenetze und MVZs, die sich über die aktuellen Entwicklungen von IT im Gesundheitswesen informieren, Kontakte in der Branche knüpfen und sich auf hohem Niveau weiterbilden wollen. Als integrierte Gesamtveranstaltung mit Industrie-Messe, Kongress, Akademie und Networking-Events bündelt sie an drei Tagen die Angebote, die für die Branche attraktiv sind. Die conhIT, die 2008 vom Bundesverband Gesundheits-IT-bvitg e.V. als Branchentreff der Healthcare IT initiiert wurde und von der Messe Berlin organisiert wird, hat sich mit über 270 Ausstellern und rund 5.300 Besuchern in den vergangenen Jahren zu Europas wichtigster Veranstaltung rund um IT im Gesundheitswesen entwickelt.

http://www.conhit.de

conhIT-Programmflyer zeigt Branchenevent für Healthcare IT auf einen Blick

Logo_conhIT_BerlinDienstag, den 12. Februar 2013 – Egal ob ausstellendes Unternehmen oder Brancheninsider – die erfolgreiche Teilnahme an einem vielseitigen und hochwertigen Branchenevent will gut organisiert und geplant sein. Dafür ist vor allem eins von zentraler Bedeutung: ein umfassender und kompakter Überblick über alle Veranstaltungen, Angebote und Highlights des Events. All diejenigen, die frühzeitig mit den Planungen für die vom 9. bis 11. April stattfindende “conhIT – Connecting Healthcare IT” beginnen möchten, können jetzt damit starten. Der gerade veröffentlichte detaillierte Programmflyer zeigt auf einen Blick, was Besucher und Aussteller auf Europas größter Veranstaltung, die auch 2013 unter der Schirmherrschaft des Bundesministers für Gesundheit Daniel Bahr steht, rund um das Thema Healthcare IT erwartet.

Der Flyer enthält einen vollständigen Überblick über alle Veranstaltungselemente, die die conhIT-Industrie-Messe (2013 mit über 270 Ausstellern auf 12.000 qm Ausstellungsfläche) inhaltlich ergänzen und bereichern. Dazu gehören detaillierte Informationen zu den Vorträgen im conhIT-Kongress und zu den Akademieseminaren, die zeitlich versetzt von der Industrie-Messe täglich am Vormittag stattfinden.

Darüber hinaus informiert der Programmflyer über zahlreiche Formate am Nachmittag, die im Rahmen des Networking realisiert werden und weiteren Raum für Austausch und Diskussion bieten.

Dazu gehören beispielsweise spezielle Programmschwerpunkte für niedergelassene Ärzte und beruflich Pflegende am conhIT-Dienstag bzw. -Mittwoch, Exkursionen in nahe gelegene Krankenhäuser, Themenführungen über die Industrie-Messe, Podiumsdiskussionen, Workshops sowie verschiedene Angebote unter dem Titel “conhIT-Karriere-Highlights”. Arbeitsgruppen des Bundesverbands Gesundheits-IT – bvitg e. V. werden zudem einige der spannendsten Themen des Jahres in den neu entwickelten bvitg-Foren “focus Healthcare IT” vorstellen, die Besucher und Aussteller zur Diskussion mit ausgewiesenen Branchenexperten einladen. Auch Belgien, das Partnerland der conhIT 2013, lädt auf verschiedenen Veranstaltungen dazu ein, belgische Geschäfts- und Kooperationspartner kennen zu lernen.

Der conhIT-Programmflyer steht ab sofort online unter www.conhit.de zum Download bereit. Noch bis zum 28. Februar können sich Besucher online ein kostenloses Messeticket sichern.

conhIT – Connecting Healthcare IT
Die conhIT richtet sich an Entscheider in den IT-Abteilungen, im Management, der Medizin und Pflege sowie Ärzte, Ärztenetze und MVZs, die sich über die aktuellen Entwicklungen von IT im Gesundheitswesen informieren, Kontakte in der Branche knüpfen und sich auf hohem Niveau weiterbilden wollen. Als integrierte Gesamtveranstaltung mit Industrie-Messe, Kongress, Akademie und Networking-Events bündelt sie an drei Tagen die Angebote, die für die Branche attraktiv sind. Die conhIT, die 2008 vom Bundesverband Gesundheits-IT-bvitg e.V. als Branchentreff der Healthcare IT initiiert wurde und von der Messe Berlin organisiert wird, hat sich mit über 270 Ausstellern und rund 5.300 Besuchern in den vergangenen Jahren zu Europas wichtigster Veranstaltung rund um IT im Gesundheitswesen entwickelt.

Die conhIT 2013 wird in Kooperation von den Branchenverbänden Bundesverband Gesundheits-IT – bvitg e. V., GMDS (Deutsche Gesellschaft für Medizinische Informatik, Biometrie und Epidemiologie) e. V., BVMI (Berufsverband Medizinischer Informatiker) e. V. sowie unter inhaltlicher Mitwirkung von KH-IT (Bundesverband der Krankenhaus-IT-Leiterinnen/Leiter) e. V. und ALKRZ (Arbeitskreis der Leiter der Klinischen Rechenzentren der Universitätskliniken Deutschland) gestaltet.

Medizinische und Pharma-Übersetzungen – wo es um Leben und Millionen geht

Laptop and Stethoscope“Pharmaunternehmen benötigen immer mehr Übersetzungen und diese meistens sehr schnell, da sonst der von den Zulassungsbehörden vorgeschriebene zeitliche Ablauf der Zulassung neuer Arzneimittel nicht eingehalten werden kann.

In diesem Webinar der Reihe „Von Anwendern für Anwender“ zeigt Siegfried Armbruster, der Inhaber von GxP Language Services und Initiator der Weiterbildungsplattform Alexandria Library für Übersetzer, wie SDL Trados Studio 2011 und die OpenExchange-Tools eingesetzt werden können, um trotz Zeitdruck und hohen fachlichen Anforderungen keinen Stress aufkommen zu lassen. “

Referent
Siegfried Armbruster wechselte nach einigen Jahre als Mediziner in den Niederlanden, der Schweiz, Deutschland und Schottland über die medizinische Informatik in die Übersetzungsbranche.  Nach 15 Jahren als Freelancer und als Projektmanager (2009/2010) für einen amerikanischen LSP gründete er 2011 seine eigene Agentur, GxP Language Services, die sich auf Pharma-, Medizintechnik- und medizinische Übersetzungen konzentriert.
Neben der Qualitätssicherung der erstellten Übersetzungen gilt sein Hauptaugenmerk seit Jahren der Optimierung der Arbeitsabläufe für Freelancer und innerhalb seiner eigenen Agentur.

Infos und Anmeldung unter www.sdl.com/de/events/lt/webinars/2013-02-18-pharmauebersetzungen.html (Anmeldung is kostenlos)

Der Übersetzer im Zeitalter seiner technischen Reproduzierbarkeit

Guest post by Armin Mutscheller

Träumen Androiden von elektrischen Schafen? Diese Frage warf der amerikanische Schriftsteller Philip K. Dick in seinem 1968 erschienen Roman “Blade Runner” auf.[1] Vierzehn Jahre später diente dieser dem britischen Regisseur Ridley Scott als Vorlage für seinen gleichnamigen, kommerziell wenig erfolgreichen Hollywood-Film. Dass der Streifen dennoch Kultstatus erlangt hat, liegt wohl an der eigenartigen Faszination, die das Morbide in all seiner Tragik auf uns ausübt. Blade Runner ist die düstere Vision einer nicht allzu fernen Zukunft, in der die Menschen nur noch mittels ausgefeilter Tests von ihren selbst erschaffenen Untertanen, den “Replikanten”, unterschieden werden können. More human than human seien diese Androiden, so der Slogan der Tyrell Corporation, die das globale Monopol auf die Kunstwesen hat. So viel unberechenbare Menschlichkeit verlangt nach staatlicher Kontrolle, und deswegen gibt es als “Blade Runner” bezeichnete (menschliche) Polizisten, die aufrührerische Replikanten jagen, um sie “aus dem Verkehr zu ziehen” – ein unspektakulärer Euphemismus für “vernichten” oder “töten”, je nach Perspektive des Betrachters.

Trotz oder wegen zahlreicher Abweichungen von seinem literarischen Vorbild hat der Film die größere “Marktdurchdringung” und somit einen höheren Bekanntheitsgrad erreicht. Vermutlich kennen Sie also den Film, nicht jedoch das Buch. Das macht aber nichts, denn die Thematik und die Motive sind die Gleichen, lediglich einige Schlussfolgerungen in Bezug auf “Menschlichkeit” und “Künstlichkeit” scheinen sich zu widersprechen. Als Denkanstoß und Einstieg in Betrachtungen über künstliche Intelligenz, Macht und Zerfall taugen beide Werke gleichermaßen.

Wer beruflich zwischen Sprachen, Kulturen und Industrien übersetzt, fühlt sich von den in Blade Runner allgegenwärtigen, sprachlichen und ethnischen Durchdringungen irgendwie angesprochen. Als der Filmstoff geboren wurde, mitten im amerikanischen Annus horribilis 1968, war dies sicherlich auch als Kritik an der Gedankenlosigkeit zu verstehen, mit der man von den USA als einer Art “Schmelztiegel” sprach, dem melting pot of nations. In ihn sollten alle zugewanderten Kulturen einfließen – nachdem sie ihre Traditionen, Riten, Hautfarben und Sprachen abgelegt oder ausgeblendet hatten. Diese Phantasie hatte etwas Unterdrückerisches an sich, und sie war angesichts der Vielfalt eines multikulturellen und vielsprachigen Potpourris aus verschiedensten Ethnien nicht durchsetzbar. Integration braucht Identität, und es ist vor allem die Sprache als Krone der Kultur, über die Menschen sich identifizieren. Dies ist einer der Gründe, weshalb das Gesellschaftsbild in Blade Runner von einer solch erschreckenden Düsternis geprägt ist: Alles steuert einer Sprach- und Übersetzungslosigkeit entgegen, an deren Ende völliger Zerfall und Zerstörung stehen.

Blade Runner spielt mit dem aus der jüdischen Mystik entlehnten Bildnis vom “Bruch der Gefäße”, dem babylonischen Auseinanderstieben der Sprachen und ihrer als Umkehreffekt durch permanente Übersetzung hervorgerufenen Wiedervereinheitlichung, dem Tikkun[2]. Dass also die zerbrochenen Gefäße wieder heil werden, ist das Verdienst beständigen Übersetzens. Folgerichtig kennt die morbide Cyberwelt in Dicks Zukunftsvision nur noch eine Sprache: “Cityspeak”. Sie ist eine Melange aus Englisch, Spanisch, Deutsch, Dänisch, Japanisch und anderen Sprachen, die einst in unglaublicher Vielfalt existierten und ihrerseits Destillate aus anderen Sprachen und Dialekten darstellten. Die Aufgabe des Übersetzers ist in dieser Zukunftsvision hinfällig geworden. Der beängstigend hohe, himmelwärts strebende Turm der Tyrell Corporation lässt indes die Hoffnung auf einen baldigen Zusammenbruch des Systems und die Wiederherstellung von sprachlicher Vielfalt zu.

Was hat all dies mit unserer beruflichen Gegenwart zu tun? Eine ganze Menge, wie ich finde. In seinem 2008 erschienen Buch “Handwerk” prägt der amerikanische Soziologe und Arbeitstheoretiker Richard Sennett den Begriff des “Spiegelwerkzeugs”.[3] Dies sind Hilfsmittel, die in der modernen Arbeitswelt eingesetzt werden, um Arbeitsvorgänge einerseits zu beschleunigen und andererseits zu perfektionieren. “Spiegelwerkzeuge” nennt Sennett sie deshalb, weil sie als Spiegelbilder des Menschen wahrgenommen werden können. Unter Verweis auf die in “Blade Runner” rebellierenden Androiden unterscheidet Sennett zwischen zwei Arten von Spiegelwerkzeugen: Roboter und Replikanten. Ein Roboter ist ein Spiegelwerkzeug, das dem Menschen zeigt, wie er sein könnte, wenn seine ohnehin schon vorhandenen Fähigkeiten steigerungsfähig wären. Ein Roboter ist also eine Maschine, die mit unglaublicher Schnelligkeit ein Auto zusammensetzen, mit besonderer Gründlichkeit riesige Fensterfronten putzen oder mit äußerster Präzision ein Werkstück zuschneiden kann. Er übertrifft den Menschen über alle Maßen und leistet perfekte Arbeit. Ein Replikant hingegen ist ein Spiegelwerkzeug, das dem Menschen zeigt, wie er ist und wozu er eigentlich in der Lage sein sollte. Ein Herzschrittmacher, eine Dialysemaschine oder eine Überwachungskamera sind Replikanten. Letztere ahmen den Menschen nach, Roboter machen ihm etwas vor. Replikanten handeln menschlich, Roboter übermenschlich.

Übersetzer nutzen seit einem guten Vierteljahrhundert die Dienste von Robotern. Gemeint sind die Maschinen, deren Gedächtnisleistungen so phänomenal sind, dass sie uns jeden Satz, den wir im Laufe unseres Berufslebens je übersetzt haben, ohne merklichen Zeitverlust präsentieren und punktgenau in unseren Text einbauen können. Die uns in Bruchteilen von Sekunden sagen können, wie wir dieses oder jenes Wort in den unterschiedlichsten Kontexten verwendet haben und wie es um unsere Produktivleistung in der laufenden Woche bestellt ist. Translation Memory-Systeme sind Sennettsche Roboter par excellence, und man darf sich nicht durch den Umstand täuschen lassen, dass diese Kreaturen aus nichts weiter als einer Menge unsichtbarer, wenn auch wohlgeordneter und sehr diszipliniert auftretender Einsen und Nullen bestehen.

Auch die andere Kategorie der Spiegelwerkzeuge, die humanoiden Replikanten, sind in der schönen neuen Übersetzerwelt längst angekommen. Und wie ihre fiktiven Artgenossen in Blade Runner, sind sie vielen von uns ein Dorn im Auge. Wir lachen über ihre Arbeitsergebnisse, verweigern ihnen jede Zusammenarbeit und Zuneigung oder betrachten sie gar als Konkurrenten, gegen die es tunlichst vorzugehen gilt. Die maschinelle Übersetzung wurde nach unserem Ebenbild erschaffen und besitzt nun die Vermessenheit, uns einen Spiegel vorzuhalten, in dem wir alles andere als Perfektion erblicken. Das empfinden wir als Hohn und reagieren verärgert. Auch wissen wir, dass dieses infame Spiegelwerkzeug nicht uns Menschen dient, sondern der Translation Industry, einem Machtgefüge, das intellektuelle und kreative Arbeit zur technisch reproduzierbaren Handels- und Spekulationsware degradiert hat.

Allerdings stehen die Chancen, im Spiegel der maschinellen Übersetzung in naher Zukunft so etwas wie Ebenmaß und Schönheit wahrzunehmen, gar nicht mal so schlecht. Schon verbünden sich TMS[4]-Roboter mit MT[5]-Replikanten, um Produktivität ungeahnter Ausmaße auf Kosten handwerklicher Individualität zu erzielen. Schon spricht man vom “Humanübersetzer”, der den Spiegelwerkzeugen nur noch in einem Punkt dienlich ist: In der Perfektionierung ihrer Ergebnisse. Und genau hier verkehrt sich das, was Übersetzer mit handwerklicher Identität Jahrtausende lang als ihre Aufgabe betrachten durften, in ihr Gegenteil. Denn bisher waren es stets die “Humanübersetzer”, die unvollkommene, durch Unterschiedlichkeiten und “Inkonsistenzen” auffallende Arbeitsergebnisse erbrachten. Die Ungleichmäßigkeit des Resultats, die darin offenkundigen Spuren des Vergessens und gelegentliche lexikalische Varianz machten das von Menschenhand geschaffene Werk trotz und gerade wegen seiner Unzulänglichkeiten interessant, verliehen ihm Charakter. Perfekte Dinge sind selten spannend. Daher wird es immer Akteure brauchen, um den Resultaten der auf Perfektion ausgerichteten Spiegelwerkzeuge das nötige Quantum an Menschlichkeit einzuhauchen. Ob diese Aufgabe in Zukunft Übersetzern zufallen wird, ist paradoxerweise fraglich.

Einem Artikel der angesehenen Computerzeitschrift c’t zufolge, werden bereits seit über 20 Jahren journalistische Texte von Maschinen erzeugt.[6] Wetterberichte zum Beispiel, gerne auch mehrsprachig. Und Artikel über Sportveranstaltungen, mitsamt den dazugehörigen Spannungsbögen und dramaturgischen Ausschmückungen. Natural Language Generation (NLG) ist zum Betätigungsfeld einer eigenen, bereits über 300 Arten zählenden Gattung von Replikanten geworden, die auf so klangvolle Namen wie “DIOGENES”, “BABEL” oder “GameChanger” hören.[7] Die Zukunftsaussichten jener Replikanten sind rosig: Im genannten c’t-Artikel wird angehenden Sportjournalisten dazu geraten, die künstliche Konkurrenz im Auge zu behalten.

Solche Entwicklungen haben etwas zutiefst Verstörendes an sich. Schon liegt sie nämlich brach, die medientechnische Handhabungskompetenz, die wir uns eifrig angeeignet haben, um in der Translation Industry bestehen zu können. Es drängt sich die Vermutung auf, dass diese handwerklichen Fertigkeiten für sich alleine nur wenig zu unserem Fortbestand beitragen werden. Wir erkennen heute das Verschwinden unserer Unnachahmbarkeit und müssen sehen, wie wir damit umgehen wollen. Dass unsere Abschaffung voranschreitet, ist jedoch nicht den Scherben einer Amphore geschuldet, sondern unserer eigenen Sprachlosigkeit und Schicksalsergebenheit. Das epochale Regime der Spiegelwerkzeuge hat zwar begonnen und wir können es nicht stoppen, aber wir können und sollten dazu in Opposition treten.

Einen Lichtblick sehe ich: Das Berufsbild des Übersetzers ist mitnichten im Zerfall begriffen, sondern gewinnt zunehmend an Profil. Wir sind keine Wiederkäuer mehr, deren einzige Aufgabe bis vor wenigen Jahren noch darin Bestand, Texte abzugrasen und in übersetzter Form wieder auszuspucken. So etwas machen jetzt elektrische Schafe und andere Maschinen. Wir hingegen agieren zunehmend in Personalunion als IT-Administratoren, Berater, Buchhalter, Redakteure, Lektoren, Terminologen, Marketingleute, Qualitätsbeauftragte, Geschäftsvermittler, Projektmanager und Kommunikationsspezialisten. Dieses konsolidierte Profil gilt es weiter zu schärfen und nach außen zu tragen, damit wir unsere Arbeit zukünftig in Würde und Wertschätzung verrichten können. Und von den Übersetzungshändlern der Translation Industry, die mit perfektionsorientierten Werkzeugen zur “Qualitätssicherung” hantieren, wünsche ich mir ein Nachdenken über den Mangel an Lebendigkeit und Charakter, den solche Prozesse für den Liefergegenstand zur Folge haben. Niemand verlangt, sinnentstellende Fehler einfach durchgehen zu lassen. Wenn es jedoch nicht gelingt, das Charaktervolle und zutiefst Menschliche unseres Tuns erkennbar herauszustellen, wird in der Tat eine schon jetzt bedrohliche Allianz aus Robotern, Replikanten und Industriellen für die nächsten Jahrhunderte die Regeln diktieren, nach denen wir unserer Arbeit nachgehen sollen. Und das gilt nicht nur für Übersetzer.

Eingangs war von der Frage die Rede, ob Androiden von elektrischen Schafen träumen. Diese Frage ist geklärt: Sie tun es, und man kann ihnen dabei sogar zusehen. Das glauben Sie nicht? Unter http://electricsheep.org/ finden Sie den lebenden Beweis.

Armin Mutscheller, Diplomübersetzer (BDÜ, tekom)
Armin Mutscheller und Kollegen bieten Fachübersetzungen, Softwarelokalisierung und Terminologie-Management für viele Sprachen an. Übersetzer (auch Studierende und Berufseinsteiger), Entscheider in der Industrie und andere fachlich Interessierte unterstützen wir durch technisch-organisatorische Beratung,Fortbildung und Seminare.


[1] Dick, Philip K. Blade Runner. Aus dem Amerikanischen übersetzt von Norbert Wölfl. (Titel der Originalausgabe von 1968: Do Androids Dream of Electric Sheep?). Heyne Verlag 2002. ISBN-13: 978-3453217287

[2] Scholem, Gershom. Die jüdische Mystik in ihren Hauptströmungen. Suhrkamp Frankfurt 1967, S. 291-295

[3] Sennett, Richard. Handwerk. Aus dem Amerikanischen übersetzt von Michael Bischoff. (Titel der Originalausgabe: The Craftsman.) bloomsbury taschenbuch 2009. ISBN-13: 978-3833306327.

[4] Translation Memory System

[5] Machine Translation

[6] Marsiske, Dr. Hans-Arthur: “Schreib-Maschinen”. In: c’t Magazin für Computertechnik, 25/2012; Heise Zeitschriften Verlag GmbH & Co. KG, ISSN 0724-8679.

Medizinische/pharmazeutische Übersetzungen: Trends 2012-2013

Weather Vane with Dollar SignIm Januar 2012 hatte ich für das Jahr 2011/2012 folgende Aussagen gemacht:

  • Zunehmendes Auftragsvolumen
  • Steigendes Preisniveau für qualifizierte Übersetzungen
  • Soziale Netzwerke gewinnen an Bedeutung
  • Technisierung hilft, aber Definition von Austauschformaten und Workflows muss weiter vorangetrieben werden
  • Die maschinelle Übersetzung hat ihre Versprechungen bisher nicht erfüllt
  • Übersetzerverbände sind gefordert, das Aus- und Weiterbildungsangebot auszubauen
  • Die Interessenvertretung der Übersetzungsbranche muss gestärkt werden

Den kompletten Artikel finden Sie hier.

Nachdem das Jahr 2012 jetzt vorüber ist und die Welt nicht untergegangen ist, macht es Sinn, sich anzuschauen, ob sich bezüglich dieser Aussagen etwas geändert hat, bzw. ob sich neue interessante Trends entwickelt haben.

Auftragsvolumen/Preisniveau – wir könnten zeitnah verlässlichere Daten brauchen

Die ersten zwei Aussagen für den medizinisch/pharmazeutischen Sektor sind meiner Meinung nach immer noch gültig, allerdings basieren sie nur auf Daten einer sehr kleinen Gruppe von LSPs, mit denen ich diesbezüglich im engeren Austausch bin. Allerdings nehme ich in verschiedenen Blogs und Foren zunehmend Stimmen war, die möglicherweise darauf schließen lassen, dass der Markt wesentlich dynamischer sein könnte, wie ich es von meiner Warte aus beurteilen kann. Ich würde mir mehr Informationen über Auftragsvolumina und Preise wünschen. Diese Informationen könnten uns helfen, saisonale und absolute Trends zu identifizieren. Anhand dieser Daten könnte man reagieren und die Daten könnten vielleicht auch dieses, teilweise hysterische Ausmaße annehmende, Hintergrundrauschen über sinkende Preise, das meiner Meinung nach der Industrie schadet, beruhigen.

Soziale Netzwerke/Internetkultur

Die sozialen und professionellen Netzwerk-Tools (Twitter, Facebook, LinkedIn, Xing und Google+) werden immer wichtiger und die bisherigen Übersetzerplattformen (Proz.com, Translatorscafe etc.) verlieren zunehmend an Bedeutung. Dies zeigt sich unter anderem an der steigenden Zahl von Übersetzergruppen z. B. in Facebook, LinkedIn, Xing, über die zunehmend Übersetzungsaufträge vergeben werden, aber auch im Angebot an Weiterbildungsmaßnahmen, die über diese Gruppen angeboten werden. Die Fachverbände wie z. B. der BDÜ sind zwar erst spät in die sozialen Netzwerke eingestiegen, haben aber inzwischen ihre Bedeutung erkannt und präsentieren sich professionell auf diesen Plattformen.

Leider hat diese Entwicklung nicht nur positive Aspekte. Als Freelancer kann man unmöglich alle Gruppen verfolgen, in denen interessante Aufträge angeboten werden, und auch als LSP wird es schwieriger, auf den verschiedenen Plattformen den Spezialisten für einen bestimmten Auftrag zu finden.

Es wird daher nötig werden, Aggregatoren zu entwickeln, die die unterschiedlichen Angebote gebündelt zur Verfügung stellen. Auf Twitter haben wir mit unserem @Translate_Jobs Konto einen ersten Schritt getan, um Jobangebote aus verschiedenen Quellen zusammenzuführen. Ähnliche Angebote bieten wir für Nachrichten aus der Übersetzungsindustrie mit @Translate_News, Interessante Blogs und Ereignisse aus der Übersetzungsindustrie auf @Translate_Blogs und @TranslateEvents.

Diese Lösungen sind leider durch die Möglichkeiten, die Twitter bietet, eingeschränkt, was einer der Gründe ist, weshalb wir für den Bereich Fortbildungsmöglichkeiten unsere Alexandria-Plattform (http://alexandria-library.com) ins Leben gerufen haben.

Technisierung/Interoperabilität/Crowd and Cloud Services

Im Bereich Interoperabilität tut sich Erfreuliches; die beiden Platzhirsche Trados und MemoQ bekommen immer mehr Funktionen, die die Interoperabilität zwischen den einzelnen Programmen verbessern. Da scheint es nur natürlich, dass in der Industrie in den letzten Wochen massiv Kritik an dem abgeschotteten Design von across geäußert wurde. Ich bin da etwas vorsichtiger, da ich durchaus die Notwendigkeit für geschlossene Workflows erkenne und mir eine entsprechende optionale Funktionalität auch bei den anderen Anbietern wünschen würde. Gleichzeitig würde ich mir natürlich auch wünschen, dass sich across öffnet.

Was ich allerdings nicht verstehen kann, ist, wie man als Übersetzer mit den wie Pilze aus dem Boden schießenden Cloud-Services arbeiten kann. Das ist eine TM-Lösung, die dem Übersetzer bisher fast nur Nachteile bringt. Kein eigenes TM, keine Nachverfolgbarkeit der eigenen Arbeit usw. usw.

Maschinelle Übersetzung

Ich hätte gerne ein funktionierendes System. Leider habe ich noch keines gefunden. Mehr ist dazu eigentlich nicht zu sagen. Aber ich bleibe dran. Interessant finde ich zwei Aspekte:

a) Es wird uns Übersetzern immer häufiger erzählt, dass es einen riesigen, ständig wachsenden Markt für schlechte (d. h. Maschinenübersetzungen) gibt. Das ist ja schön für diejenigen, die den Schrott lesen möchten. Beispiele dafür findet man im Internet zur Genüge. Das einzige Problem, das ich dabei sehe, ist, dass die Leser irgendwann tatsächlich anfangen zu glauben, dass das Übersetzungen sind.

b) Ebenso häufig höre ich, dass gut trainierte MT-Systeme inzwischen in begrenzten Domains und bestimmten Sprachpaaren Ergebnisse produzieren, die besser als die von menschlichen Übersetzern sein sollen. Hier ist der spannende Punkt, dass bisher niemand in der Lage war, mir ein derartiges System oder das nachweisbare Ergebnis eines solchen Systems zu zeigen. Im letzten Jahr habe ich mir von einigen MT-Herstellern erklären lassen, wie gut ihre Systeme sind, aber wenn es ans Eingemachte ging, gab es außer irgendwelchen beeindruckenden hohen Scores ohne Aussagewert nichts wirklich Bemerkenswertes.

Nachdem ich Trados Studio mit TMs mit mehreren Millionen Worten und Autosuggest-Dictionaries von bis zu 1 GB Größe aufgerüstet habe, erreiche ich eine Produktivität, bei der ich mich frage, ob ich MT für unsere Sprachpaare und Fachgebiete überhaupt brauche.

Aus- und Weiterbildungsangebot

Es tut sich was. Der BDÜ, der DVÜD und auch andere Anbieter haben das Angebot an online Fortbildungsangeboten deutlich ausgebaut. Da mag es überflüssig erscheinen, dass wir mit einem eigenen Angebot (http://alexandria-library.com) auf den Markt kommen. Mit dem Alexandria Projekt verfolgen wir allerdings mehrere Ziele. Wir möchten damit z. B. eine zentrale Plattform (durch Kollaborationen mit möglichst vielen anderen Anbietern, z. B. Localize.pl aus Polen und Diléal aus Frankreich) schaffen, auf der wir Weiterbildungsangebote und Ressourcen für Berufsanfänger und Spezialisten in den unterschiedlichen Sprachen anbieten. Zusätzlich möchten wir Spezialisten eine Plattform bieten, die es ihnen ermöglicht, sich zu präsentieren, um ihre Reputation in der Industrie und bei zukünftigen Kunden zu verbessern. Und drittens möchten wir so schnell wie möglich damit beginnen, mit dieser Plattform potentielle Kunden auf die Notwendigkeit qualitativ hochwertiger Übersetzungen aufmerksam zu machen, und sie zu schulen, wie sie geeignete Sprachdienstleister identifizieren können, bzw. was sie dazu beitragen können, um optimale Ergebnisse zu erhalten. Noch befinden wir uns in einer frühen Phase, aber wir werden das Angebot schnell erweitern. Über Rückmeldungen und Anregungen würden wir uns freuen, denn schließlich soll Alexandria möglichst vielen Übersetzern und Kunden ein interessantes Angebot bieten.

Interessenvertretung der Übersetzungsbranche

Bisher stelle ich mit Bedauern fest, dass die Übersetzungsverbände viel zu wenig (öffentlichkeitswirksam) unternehmen, um die Industrie nach außen zu repräsentieren. Übersetzer und Übersetzerverbände scheinen mir bisher zu sehr mit sich selbst (d. h. mit Übersetzern) beschäftigt zu sein und gehen viel zu wenig auf mögliche Kunden zu, bei denen der Mangel an Informationen über Übersetzungsqualität, Abläufe und Preise dazu führt, dass sich die Pest der Billigheimer weiter ausbreitet. Es wäre schön zu sehen, wenn sich einige nationale Verbände zu mehr Zusammenarbeit entschließen könnten, und im Bereich Kundenschulung und Repräsentanz nach außen aktiv werden würden. Auch ein gemeinsames europäisches Jobportal der Übersetzungsverbände könnte helfen. Hier hätten Kunden, die nach Sprachdienstleistern suchen, zumindest die Gewissheit, dass die Übersetzer bestimmte Mindestkriterien an Professionalität erfüllen. Den Internetplattformen wie Proz und TC, bei denen sich die ganzen Billiganbieter tummeln, die oft nur schlechte Qualität liefern, würde dadurch das Wasser abgegraben werden, da Kunden auf der Suche nach Qualität endlich ein qualitativ höherwertiges Angebot zur Verfügung hätten.

Schlussfolgerungen

Ich bin mir nicht schlüssig, ob sich 2012 in der Industrie wirklich viel geändert hat, aber ich sehe einen vorsichtigen Trend, dass die Übersetzer langsam mehr Verantwortung für ihr eigenes Schicksal/ihren Erfolg übernehmen und sich aus den Fängen der großen Organisationen/Unternehmen emanzipieren. Diese positive Entwicklung kann 2013 dazu führen, dass sich eine breitere Bewegung organisiert, die uns als Industrie weiter bringt. Es würde mich freuen, wenn wir mit Alexandria und der Trikonf 2013 unseren Beitrag dazu leisten könnten.