Watch out! A new trend in pharma marketing – GIGO – SEO

In the past few months, we were involved in localizing various websites targeting certain patient populations. These projects were all sponsored/run by big pharma and these websites all claim to provide useful information, e.g. for people interested in participating in clinical studies or supporting patient education on health problems.

After a while it became obvious that most of these websites contain highly SEO optimized content serving only one purpose:  driving traffic to the pharma companies’ websites or their dedicated websites for given products/clinical studies.

Since these sites are extremely SEO optimized, which results in high rankings in the various search tools, they divert traffic from more impartial websites run e.g. by patient organizations.

Some might consider this a highly questionable trend in itself, but this is not my point.

The problem for me lies in the fact that huge parts of these web pages’ content seem to be created by marketing copy writers – it seems they’re given a list of SEO keywords, and they just have to produce page after page after page using these keywords.

Wrong and even dangerous contents

In contrast with what you would expect from a responsible pharma company, nobody seems to check this content, which results in statements such as:

-    The objective in diabetes treatment is to achieve the lowest possible blood glucose level.
This is not only wrong, but also extremely dangerous, as this would cause hypoglycemic coma.

-    The red blood cells transport oxygen to the lungs
This is plain wrong. The red blood cells transport oxygen from the lungs to the tissue.

-    Hemoglobin transports the carbon dioxide to the lungs
I consider this statement as being incorrect too, since only 5-10 percent of the carbon dioxide is transported by hemoglobin.

These examples have been edited so that you can’t identify the respective websites, but their aim is to help you understand my point that these websites don’t even get the most basic medical facts right. Looking at more complex content, e. g. relating to cancer treatment, the situation isn’t any better.

Localization requires more than just translating contents

Another aspect of these websites solely created for SEO purposes, is that they really don’t care about the reader. Quite often you will find that:
-    the only contact option they offer is a toll free phone number in the US (on the localized pages) which you can’t even contact from abroad,
-    they only provide links to English sources such as patient organizations
-    there are no literature references in the target languages.

What this means to the translation industry

As a language service provider, our role is to raise these issues with clients. We should not contribute to multiplying wrong or even dangerous content by translating it. We should also stress the fact that localization requires more than just translating the content.
By doing this we will not only help our clients by preventing costly legal actions if somebody gets harmed after following wrong instructions and by raising the quality of the content and giving the websites a more professional image. Badly localized websites also damage the reputation of our own industry, as many readers might believe it was the translator who introduced these errors.

Medizinische/pharmazeutische Übersetzungen: Trends 2011-2012

Zunehmendes Auftragsvolumen

Das Jahr 2011 war geprägt von einer stetigen Zunahme des zu übersetzenden Volumens. Es handelte sich dabei sowohl um pharmazeutische als auch medizintechnische Übersetzungen. In jedem Bereich nahm das Volumen zu und zwar kontinuierlich über das ganze Jahr. Dabei waren einige Besonderheiten zu beobachten:

a) zunehmendes Auftragsvolumen in medizinischer Informatik. Hier fand ich besonders bemerkenswert, dass inzwischen auch die Lokalisierung von Apps für das iPad oder andere mobile Plattformen signifikante Auftragsvolumina erzielte.

b) zunehmendes Auftragsvolumen bei PILs und SmPCs, vor allem für Generika

c) immer mehr sogenannte Marktforschungsstudien, bei denen es sich meiner Meinung nach nur um ein neues Marketing-Werkzeug der Pharmaindustrie handelt.

Das Preisniveau für qualifizierte Übersetzungen steigt

Diese Zunahme führt dazu, dass sich die Schere zwischen dem Bedarf an qualifizierten Übersetzern und Auftragsvolumen weiter vergrößert. Da sich immer mehr Kunden (Agenturen) die vorhandenen Ressourcen (Übersetzer) teilen müssen, lassen sich interessante Entwicklungen beobachten. Die Mega-Agenturen, die seit Jahren Druck auf die von den Übersetzern verlangten Preise ausüben, haben es zunehmend schwer, qualifizierte Übersetzer für ihre Projekte zu finden. Sie greifen vermehrt auf Anfänger, fachfremde Übersetzer oder “Alleskönner” zurück. Sie können ihren in den ISO 9001 und EN 15038 Zertifizierungen festgelegten Arbeitsabläufen nicht mehr gerecht werden und liefern zunehmend mangelhafte Qualität. Da immer mehr Kunden nicht mehr bereit sind, dies weiterhin zu tolerieren, können kleinere spezialisierte Agenturen, die ihre Übersetzer fair behandeln, davon profitieren. Das Preisniveau für qualitativ hochwertige Übersetzungen steigt.

Soziale Netzwerke gewinnen an Bedeutung

Dies löst allerdings nicht das Problem, dass zu wenig spezialisierte Übersetzer verfügbar sind. Die Agenturen sind gezwungen, auf der Suche nach “dem Spezialisten/der Spezialistin” neue Wege zu gehen. In der Vergangenheit konnte man sich z. B. im Proz.com Verzeichnis informieren, um einen Spezialisten zu finden. Doch inzwischen reicht das nicht mehr, da nicht wenige Spezialisten Proz verlassen haben oder viele noch nie dort registriert waren. Daher gewinnen soziale Netzwerke wie Xing, Linkedin, Twitter und auch Facebook bei der Rekrutierung neuer Übersetzer immer mehr an Bedeutung, da sich damit zusätzliche Gruppen an potentiellen Dienstleistern ansprechen lassen.

Technisierung hilft, aber Definition von Austauschformaten und Workflows muss weiter vorangetrieben werden

Ein anderer Weg, den Mangel an spezialisierten Übersetzern auszugleichen, besteht in der zunehmenden Technisierung der Übersetzungsprozesse. Hier sind die Übersetzer, die Agenturen und auch die Endkunden mit einer steigenden Zahl von Angeboten konfrontiert, die alle versprechen, die Produktivität und die Qualität der Übersetzungen zu verbessern und, was außerdem gerne betont wird, die Kosten zu senken. Prinzipiell gibt es da drei verschiedene Arten von Systemen, die offenen Systeme (wie SDL Trados oder MemoQ), geschlossene Systeme, wie z. B. Across und die komplett webbasierten System, wie z. B. (Translation Workspace von Lionbridge/Geoworkz). Ich möchte hier für kein System Partei ergreifen, aber für mich sind neben den übersetzungsspezifischen Funktionen zwei Punkte entscheidend. Das System muss es ermöglichen, auch Spezialisten, die das System nicht besitzen, in den Workflow einzubinden. Das mag in anderen Fachgebieten nicht so wichtig sein, im Pharma-/Medizintechnikbereich ist es von extremer Bedeutung. Der zweite Punkt betrifft die Rückverfolgbarkeit (Traceability). Dies ist ein Schlüsselkonzept in der Qualitätssicherung der GxP-Industrien und sollte deshalb auch von allen Sprachdienstleistern, die für diese Branchen arbeiten, konsequent umgesetzt werden.

Die maschinelle Übersetzung hat ihre Versprechungen bisher nicht erfüllt

Die maschinelle Übersetzung (MT) ist mangels einfach zu konfigurierender Systeme und den unzureichend definierten Workflows für die breite Masse der Übersetzer und Agenturen bisher keinerlei Bedrohung/Unterstützung in unserem Fachgebiet. Dies heißt jedoch nicht, dass sich dies in einzelnen hoch regulierten Marktsegmenten nicht schnell ändern könnte. Deshalb müssen wir die Entwicklungen genau verfolgen, um sie nutzen zu können, sobald sie verfügbar werden, bzw. um unsere Arbeitsabläufe entsprechend anzupassen.

Übersetzerverbände sind gefordert, das Aus- und Weiterbildungsangebot auszubauen

Egal wie sehr die Agenturen ihre Suchverfahren verfeinern bzw. wie viel Technologie sie einsetzen, letztendlich wird dies nicht den Mangel an spezialisierten Übersetzern beheben. Hier sind die Übersetzungsverbände (wie z. B. der BDÜ) die Agenturen und vielleicht sogar die Endkunden gefordert, gemeinsam Angebote zur Qualifizierung und Weiterbildung der benötigten Spezialisten zu entwickeln und umzusetzen.

Die Interessenvertretung der Übersetzungsbranche muss gestärkt werden

In diesem Zusammenhang halte ich nichts davon, neue Übersetzerverbände zu gründen (wie z. B. den DVÜD). Dies zersplittert das Know-how und das Engagement für die gemeinsamen Anliegen nur noch weiter. Ganz im Gegenteil, die bestehenden Strukturen müssen gestärkt und notfalls von innen umgekrempelt werden, um sie den modernen Anforderungen anzupassen. Wenn der BDÜ bereit wäre, sich mehr zu öffnen und z. B. die Mitgliedschaft für Quereinsteiger zu erleichtern, oder sogar Agenturen eine Mitgliedschaft zu ermöglichen, könnte daraus eine noch einflussreichere Interessenvertretung für unsere Branche entstehen.

Nachdem Sie sich jetzt durch meine Ideen gekämpft haben (denen Sie möglicherweise nicht zustimmen), möchte ich Ihnen Alles Gute, Glück, Erfolg und Gesundheit für das Jahr 2012 wünschen.

Die QRD Vorlagen der Europäische Arzneimittelagentur (EMA) wurden wieder geändert

Die EMA hat am 12. Oktober 2011 ihre QRD (Quality Review of Documents) Vorlagen geändert. Diese sind sehr wichtige Tools für alle Sprachdienstleister, die im Bereich Regulatory Affairs tätig sind.

Die Vorlagen sind hier in allen europäischen Sprachen zum Herunterladen verfügbar.

The European Medicines Agency (EMA) has published new QRD templates again

On October 121th, 2011, the EMA updated its QRD (Quality Review of Documents). Those are very important tools for all language service providers (LSP) working in regulatory affairs.

The latest version of the multilingual templates can be downloaded here.

EMA news: electronic submission of information on medicines

Electronic submission of information on medicines

Source:  http://www.ema.europa.eu

The European Medicines Agency is preparing for the implementation of the electronic submission of information on medicines.

This is the first deliverable of the new pharmacovigilance legislation. It requires:

  • the Agency to publish the format for the electronic submission of information on medicinal products for human use by 2 July 2011;
  • marketing-authorisation holders to submit information to the Agency electronically on all medicinal products for human use authorised or registered in the European Union by 2 July 2012, using this format;
  • marketing-authorisation holders to inform the Agency of any new or varied marketing authorisations granted in the EU as of 2 July 2012, using this format.

Details on the legal provisions and requirements can be found in:

Phases of implementation

The Agency is applying a phased approach to support the pharmaceutical industry with the implementation of the electronic submission.

Phase one: Notification of the electronic submission format

The Agency published the format for the notification of the electronic submission of medicinal product information in July 2011, which lists all of the data elements required, including the description of the characteristics of the substances contained in medicinal products. The Agency updated this information in September 2011 to include the XML Schema Definition (XSD) for the individual data elements.

The Agency has published a list of controlled vocabularies, which companies should use to fill in fields of the extended EudraVigilance product report messages (XEVPRMs). This list is updated periodically. The XSD schema files and naming conventions for substances are also available.

Phase two: Electronic submission by marketing-authorisation holders

Marketing-authorisation holders can now submit information electronically using tools developed in-house by pharmaceutical companies or software vendors. XSD-compliant product information can be submitted via the EudraVigilance Gateway.

By the end of January 2012, marketing-authorisation holders will also be able to use data-entry and submission tools provided by the Agency. These tools will be designed for small and medium-sized enterprises to use, but will be available for any pharmaceutical company to use if it wishes.

The Agency is developing a training programme in collaboration with the Drug Information Association (DIA). The Agency will announce these training courses on this website and on the EudraVigilance website.

Phase three: Processing and validation of the submitted information

The Agency will process and validate the information submitted to ensure that it is accurate and up-to-date, with the assistance of a contractor.

If information is incomplete, missing or erroneous, the contractor will liaise with the marketing-authorisation holder on behalf of the Agency, to get hold of the correct information.

Phase four: Update of the format in compliance with the ISO IDMP standards

By the end of 2014, the Agency plans to update the initial format published in July 2011 in line with the International Organization for Standardization (ISO) Identification of Medicinal Products (IDMP) standards. The IDMP standards are scheduled for finalisation in the first quarter of 2012.

The Agency is making all efforts to make sure that the information on medicines submitted by 1 July 2011 can be migrated in compliance with the future ISO IDMP standards. Most data elements and detailed descriptions of substances in the format published in July 2011 are aligned with the future ISO IDMP standards.

Therefore, marketing-authorisation holders should not need to resubmit data previously provided. However, the Agency will ask them to provide updates based on additional ISO data elements not included in the July 2011 format.

Working with the pharmaceutical industry

The Agency aims to work closely with pharmaceutical industry during the implementation of these measures, including hosting workshops to allow discussion of practical questions on the implementation of the submission process.

The Agency is also planning information days during 2011 and 2012 to raise awareness about the future ISO IDMP standards and to address marketing-authorisation holders’ questions:

Details of upcoming information days are also available on the EudraVigilance website.

Alltag…

Freitagabend 17:00 Uhr:

Wir sind gerade dabei, Feierabend zu machen, als uns ein neuer Kunde eine E-Mail schickt. Der Kunde, ein Unternehmen, das umfangreiche Krankenhausinformationssysteme implementiert, benötigt bis Donnerstag nächster Woche dringend die Übersetzung verschiedener Dokumente. Wir schreiben dem Kunden sofort eine E-Mail und bitten um Zusendung der Dokumente, um ihm ein Angebot machen zu können. Der Kunde schickt uns folgende Dokumente:

- Beschreibung eines klinischen Softwareprodukts als PDF-Datei mit 37 Seiten, Englisch
- Beschreibung eines Labor-Softwareprodukts als Word-Datei 3750 Worte, Italienisch
- Beschreibung eines Pathologie-Softwareprodukts als Word Datei, 2300 Worte, Englisch

Die PDF Datei stammt von einem Zulieferer und liegt nicht als Word Datei vor. Wir machen uns also sofort an die Arbeit und bearbeiten die PDF Datei mit einem OCR-Programm, um die Wortzahl zu ermitteln. Die Datei hat 8500 Worte. Da es inzwischen Freitagabend 18:00 Uhr ist, beginnt ein Mitarbeiter sofort, in unserer Datenbank geeignete Fachübersetzer zu suchen und der zuständige Projektmanager ruft die Kontaktperson in dem Unternehmen an, um Details des Projektes, die für die Angebotserstellung erforderlich sind, zu klären. Während unser Projektmanager mit dem Kunden spricht, wird das Angebot erstellt. Unser Projektmanager teilt dem Kunden unseren Preis mit und erklärt ihm, dass wir noch heute auf seine Entscheidung warten werden, damit unsere Übersetzer sofort mit der Arbeit beginnen können. Nachdem fast 11.000 Worte aus dem Englischen ins Französische übersetzt werden müssen und wir im Gegensatz zu anderen Übersetzungsdienstleistern, die schon in ihrem Namen den Begriff „perfekt“ verwenden, darauf achten, dass unsere Übersetzungen von qualifizierten Übersetzern durchgeführt werden und nach Möglichkeit ein Übersetzer das komplette Dokument übersetzt, zählt jetzt jede Minute.

Als der Kunde unseren Preis hört, lässt er sich zu der Bemerkung hinreißen, dass die Preise des Sprachdienstleisters, mit dem er normalerweise zusammenarbeitet, um ein Drittel niedriger liegen als unsere. Trotzdem bittet er uns, ein Angebot abzugeben, auf das er dann spätestens am Montag reagieren würde. Unser Projektmanager versucht ihm zu erklären, dass durch die Komplexität und die Sprachpaare, die für diesen Auftrag erforderlich sind, kein günstigerer Preis möglich ist. Wir versuchen, dem Kunden klar zu machen, dass wir heute noch eine Entscheidung erwarten. Denn bei einem Auftrag in diesem Umfang (und außerdem noch sooooo dringend) können wir nicht erst am Montag anfangen, die einzelnen Dateien an die Übersetzer zu verteilen. Theoretisch wäre dies schon möglich, aber dann müsste der Text auf mehrere Übersetzer aufgeteilt werden, wodurch allerdings die Qualität leiden würde. Aber bitte, wenn der der Kunde damit einverstanden ist, können wir das machen. Das war hier jedoch nicht der Fall. Wir brauchen bis Freitagabend eine Entscheidung, um nicht noch 2 Tage zu verlieren.

In der Zwischenzeit haben wir die benötigten Fachleute kontaktiert und abgeklärt, dass sie, sobald wir die Auftragsbestätigung des Kunden haben, sofort mit der Arbeit beginnen können.

Freitagabend 18:30 Uhr:

Der Kunde erhält das Angebot per E-Mail und wir beginnen, die PDF Datei, die bisher nur grob eingescannt wurde, in ein Format zu bringen, in der sie bearbeitet werden kann. Mit der in unserem Arbeitsablauf im Rahmen der Qualitätssicherung erforderlichen Überprüfung, ob der Text in der PDF mit dem Text in der eingescannte Worddatei übereinstimmt, warten wir noch.

Freitagabend 19:00 Uhr:

Eine E-Mail der Assistentin, in der sie schreibt: „Bin im Büro und warte immer noch auf eine Antwort von meinem Chef. Ich habe eigentlich ein wichtiges Date, aber ich bleibe im Büro noch ca. 15 Minuten und melde mich, sobald ich weiß, wie sich mein Chef entschieden hat.“

Freitagabend 20:00 Uhr:

Immer noch keine Antwort vom Kunden. Wir haben beschlossen, aufs Weinfest zu gehen. Blackberry nehmen wir mit. Es liegt auf dem Tisch zwischen den Weingläsern. Plötzlich klingelt (mein Schwein pfeift) es. Gespannt starren wir auf das Blackberry…. Falscher Alarm! So geht es den ganzen Abend. Zwischen Wein und Bier immer wieder lange Gesichter. Aber wir amüsieren uns trotzdem und lassen uns die gute Laune nicht verderben. Ab und zu schreiben wir an die Übersetzer, um sie auf dem Laufenden zu halten. Es wird ein langer, netter Abend. Wir treffen ein paar Freunde und Bekannte, trinken noch ein Bier, ehe wir nach Hause gehen…. Der Kunde hat sich nicht mehr gemeldet!

Samstagmittag 13:30 Uhr

Wir warten immer noch…

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Diskussion

Zeitlicher Aufwand

Dem Kunden ist offensichtlich nicht klar, dass bei einem Projekt, in dem eine große PDF-Datei übersetzt werden muss, ein erheblicher Aufwand erforderlich ist, um die Datei in ein übersetzbares Format zu bringen und um sicherzustellen, dass der Inhalt dieser Datei nicht vom Inhalt der PDF-Datei abweicht. Ein Fachübersetzer schafft im Schnitt 2000-2500 Worte pro Tag, d. h. für die Übersetzung der englischen Texte müssten wir mindestens vier Tage einplanen. Dazu kommt der zeitliche Aufwand für die Überprüfung durch einen zweiten qualifizierten Übersetzer, und die interne Qualitätskontrolle, die unter Anderem sicherstellt, dass der Kunde ein ordentlich formatiertes korrektes Dokument erhält.

Verfügbarkeit der Übersetzer

Es gibt zwar unendlich viele Übersetzer, aber Fachleute, die sich auf medizinische Informatik spezialisiert haben, gibt es nur wenige. Diese Spezialisten sind häufig ausgebucht und nicht so  einfach verfügbar. Andere Sprachdienstleister neigen dazu, solche Projekte an weniger oder überhaupt nicht für diesen Bereich qualifizierte Übersetzer zu schicken, bzw. solche Projekte in mehrere kleine Abschnitte aufzuteilen, die von verschiedenen Übersetzern bearbeitet werden. Diese Vorgehensweise lehnen wir vollkommen ab, da jeder Übersetzter seinen eigenen Stil hat und die Übersetzung dadurch an Qualität verliert.

The European Medicines Agency (EMA) has published new QRD templates

On July 22nd, 2011, the EMA updated its QRD (Quality Review of Documents). Those are very important tools for all language service providers (LSP) working in regulatory affairs.

The new multilingual templates can be downloaded here .

Warum eigentlich “Stinging Nettle”?

Stinging Nettle

Sie fragen sich vielleicht, warum wir unseren Blog „Stinging Nettle“ genannt haben, und was dieser Name mit dem Themenbereich dieses Blogs zu tun hat. Im Gegensatz zur ersten Assoziation, die sie mit Brennnesseln hatten, geht es uns bei diesem Blog nicht darum, unsere Finger in irgendwelche Wunden zu legen oder Gräben zu vertiefen.

Vielmehr verwenden wir diesen Begriff häufig intern, um auf sprachliche Probleme hinzuweisen, die auf kulturellen Unterschieden basieren.

Die Stinging Nettle (Urtica dioica), auf Deutsch Brennnessel, bietet dafür ein perfektes Beispiel. Wenn Sie die Menschen in Ihrer Umgebung fragen, werden Ihnen die meisten Personen bestätigen, dass beim Berühren einer Brennnessel ein brennendes Gefühl bzw. ein brennender Schmerz ausgelöst wird. In englischsprachigen Ländern wird man Ihnen antworten, dass die Stinging Nettle natürlich „stinging pain“ bzw. eine „stinging sensation“ auslöst. So weit, so gut. Die meisten Übersetzer würden die Begriffe „brennender Schmerz“ bzw. ein „brennendes Gefühl“ als „burning pain“ bzw. „burning sensation“ übersetzen. Und anders herum lässt sich „stinging pain/stinging sensation“ vollkommen korrekt als „stechender Schmerz/stechendes Gefühl“ übersetzen.

Stellen Sie sich jetzt einen medizinischen Fragebogen vor, in dem folgende Frage vorkommt: „How often in the last 7 days did you have a stinging or burning sensation in your legs?“ und der Kunde als Erklärung für “stinging“ vorgibt „the sensation you feel when touching a stinging nettle“.

Es ist klar, dass dieses Gefühl im Deutschen als „brennend“ übersetzt werden würde, leider aber haben wir „burning“ im Ausgangssatz – was also tun?

Dieses Beispiel zeigt sehr schön, dass beim Übersetzen neben den rein linguistischen Kenntnissen, dem domainspezifischen Wissen und den regulatorischen Vorschriften auch kulturelle Unterschiede berücksichtigt werden müssen, die sich nur durch intensive Zusammenarbeit und Diskussion zwischen allen Beteiligten lösen lassen. Der Name unseres Blogs “Stinging Nettle” soll daran erinnern und dient als Aufforderung an all diejenigen, die an Übersetzungsprojekten beteiligt sind, als Team zusammenzuarbeiten.